Spiele

So will Microsoft die Gamebranche revolutionieren

Eine neue Steuerung für Microsofts xBox reagiert auf die Bewegungen des Spielers. Herkömmliche Controller werden überflüssig. Mit der Innovation will der US-Konzern neue Zielgruppen für seine Spielkonsole gewinnen.

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Die Kinect-Steuerung für die xBox
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 Zwei Kinder spielen mit der Kinect-xBox.
 Kinect mit der xBox im Hintergrund.

Die Kinect-Steuerung für die xBox

Heute Mittwoch lanciert der US-Elektronikkonzern Microsoft die bewegungsempfindliche Steuerung Kinect für seine Spielkonsole xBox in der Schweiz. Kinect besteht aus einem Sensor mit 3D-Kameras und Mikrofonen und wird per Kabel mit der xBox verbunden. Das Teil, das ein weinig aussieht wie ein futuristischer Lautsprecher, ist in der Lage Bewegungen des Spielers zu erfassen uns sie auf den Bildschirm zu übertragen. Ein Controller, wie er normalerweise zur Spielsteuerung gebraucht wird, wird damit überflüssig.

In der Schweiz ist der Kinect-Sensor - zusammen mit dem Titel «Kinect Adventures» für 219 Franken erhältlich. Im Paket mit einer neue xBox-360-4GB kostet Kinect 449 Franken. Zum Start sollen rund 20 Spiele verfügbar sein, welche die Steuerung unterstützen.

Microsoft hat Prognose nach oben korrigiert

In den USA, wo Kinect bereits vor ein paar Tagen lanciert wurde, ist das Gerät teilweise bereits ausverkauft. Microsoft hat seine Verkaufsprognosen denn auch bereits nach oben korrigiert. Das Unternehmen geht nun davon aus, dass es bis zum Jahresende fünf statt - wie bis anhin erwartet - drei Millionen Kinect-Systeme absetzt.

Auch Frauen mögen Games

Studien zeigen, dass gerade Frauen entgegen der landläufigen Meinung dem Gaming gegenüber überhaupt nicht abgeneigt sind. Sie mögen allerdings weniger die weit verbreitenden – und oftmals kompliziert zu bedienenden – Ballerspiele, sondern bevorzugen kurze, einfache und entspannende Games.

Hier will Microsoft mit der intuitiven Kinect-Steuerung ansetzen. «Kinect macht allen Spass» lautet das Motto. Mit Tanz- und Fitnessspielen will Microsoft Personen ansprechen, die nicht zur üblichen Spielkonsolen-Zielgruppe gehören.

Auch die vom Verband Schweizer Medien jährlich durchgeführte Medienbudget-Studie hält fest: «Der Trend zum familienfreundlichen Casual- oder Social Gaming hält an.» Im vergangenen Jahr setzte die Video- und Computerspielbranche in der Schweiz rund 400 Millionen Franken um - deutlich mehr als beispielsweise die Kino-, die Home-Entertainment oder die Musikbranche. (bau)