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Software-Entwickler Axon Vibe aus Luzern gewinnt internationalen Preis

Das Unternehmen aus dem Bereich künstliche Intelligenz überzeugt beim grössten privat finanzierten Start-up-Wettbewerb in Grossbritannien.
Livio Brandenberg

Das Luzerner Unternehmen Axon Vibe, das intelligente Softwarelösungen unter anderem für Mobilitätsfragen entwickelt, gewinnt laut einer Mitteilung das «Billion Journey Project» in Grossbritannien. Mit diesem internationalen – auf der Insel grössten privat finanzierten – Start-up-Wettbewerb sucht das britische Verkehrsunternehmen Go-Ahead nach innovativen Lösungen für Mobilitätsprobleme. Die Go-Ahead-Gruppe ist einer der grössten Mobilitätsanbieter Grossbritanniens mit eigenen Bus- und Zug-Unternehmen. Konkret geht es beim Wettbewerb darum, direkt umsetzbare Dienstleistungen für Passagiere ausfindig zu machen.

Axon Vibe mit Sitz im Schlössli Schönegg habe mit seiner auf künstlicher Intelligenz und Mobile-Sensor-Technologie basierenden Plattform nun heuer reüssiert. In einem acht Wochen dauernden Testverfahren hat das Unternehmen «in allen relevanten Anforderungskategorien gewonnen» und sei damit Gesamtsieger.

Auch ein zweiter Preis geht in die Schweiz

Die Plattform erkennt und versteht gemäss Axon Vibe die Bewegungen und die Verhaltensweisen der Nutzer und kann diese voraussagen. So werde Mobilität für Anbieter besser planbar und für die Benutzer effizienter nutzbar. Die Technologie des Unternehmens sei schon in verschiedenen Anwendungen erprobt. Kleine Teile davon sind zum Beispiel in der Schweiz in der SBB Mobile Preview bereits im Einsatz. Diese App bietet eine einfache und personalisierte Fahrplan-Abfrage, ausserdem können mit wenigen Klicks Billette gekauft werden.

Einen weiteren Preis beim «Billion Journey Project» hat das Berner Unternehmen Fairtiq gewonnen, welches mit der gleichnamigen App auch in Luzern präsent ist: Seit rund drei Jahren kann man das VBL-Busbillett mit der Fairtiq-App lösen. Die App funktioniert so, dass der Reisende beim Einsteigen in den Bus oder in den Zug die App startet. Dank einer Ortung des Geräts kann nachvollzogen werden, wohin der Fahrgast fährt. Am Ende der Reise schliesst der Kunde die App. Ihm wird dann das preisgünstigste Billett verrechnet, das er via Kreditkarte oder Handyrechnung bezahlt.

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