SoftwareOne blickt trotz Coronakrise positiv in die Zukunft

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(sda/awp) Aufgrund der Coronavirus-Pandemie kürzen immer mehr Unternehmen ihre Dividenden für 2019 oder streichen sie gleich ganz. Nicht so der Softwarewiederverkäufer SoftwareOne. Die Stanser blicken trotz der Krise positiv in die Zukunft.

Entsprechend möchte SoftwareOne den Aktionären für das abgelaufene Geschäftsjahr 21 Rappen pro Anteilsschein ausschütten. «Die Höhe der Dividende unterstreicht das Vertrauen, das wir in unser eigenes Geschäftsmodell haben», sagte Finanzchef Hans Grüter am Dienstag an einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Ausserdem strebe SoftwareOne auch mittelfristig - das heisst bis 2022 - eine Ausschüttungsquote von 30 bis 50 Prozent des Jahresgewinns an. Gehandelt werden die Aktien von SoftwareOne seit vergangenem Oktober an der Schweizer Börse SIX.

Unternehmen für Covid-19 gewappnet

Dass die globale Angst vor Covid-19 den Software-Wiederverkäufer nur wenig beeindruckt, dafür gibt es laut dem Management gleich mehrere Gründe: Einerseits sei das Unternehmen von der Kundenseite her äusserst breit aufgestellt, betonte der Finanzchef. Nicht nur betreue man sowohl Grossunternehmen als auch KMU, auch geographisch und von den Branchen her sei SoftwareOne diversifiziert.

Andererseits böten sich für ein Unternehmen wie SoftwareOne - das andere Firmen beim Kauf und der Organisation von Software und Cloud-Dienstleistungen betreut - angesichts der Corona-Pandemie einige neue Möglichkeiten. So helfe man den Kunden etwa dabei, ihre virtuellen Arbeitsplätze durch passende Lösungen auf Vordermann zu bringen.

Kunden waren nicht vorbereitet

«Kaum ein Unternehmen war darauf vorbereitet, 100 Prozent der Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken», führte CEO Dieter Schlosser aus. SoftwareOne habe aber Lösungen im Angebot, um die Unternehmen bei diesem Prozess zu unterstützen, so der Manager weiter.

Überhaupt habe man als globales Unternehmen, das sich schon daran gewöhnt sei, aus der Ferne und virtuell zu arbeiten, in den Zeiten der Pandemie grosse Vorteile. Denn die meisten Gespräche zwischen Mitarbeitenden fänden bei SoftwareOne mit Video statt.

Trotz all dieser Vorteile gab aber auch das Management von SoftwareOne zu, dass die derzeitige Situation mit einigen Unsicherheiten behaftet sei. Zwar halte man - wie erwähnt - an den Mittelfristzielen fest. «Aufgrund der Covid-19-Situation ist es jedoch derzeit nicht möglich, vorherzusagen, ob die Bruttogewinnziele bereits im Jahr 2020 erreicht werden können, wie noch beim Börsengang angekündigt», sagte Schlosser.