SoftwareOne gelingt Börsendebüt

Der Börsengang des Schweizer IT-Unternehmens SoftwareOne an der Schweizer Börse SIX ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Die Aktien des Stanser Softwarespezialisten sind gefragt.

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Das Stanser Unternehmen SoftwareOne ging am Freitag an die Börse. (Bild: Keystone/Urs Flüeler, Stans, 30. September 2019)

Das Stanser Unternehmen SoftwareOne ging am Freitag an die Börse. (Bild: Keystone/Urs Flüeler, Stans, 30. September 2019)

(sda/mim) Der Börsengang des Stanser Softwarelizenzhändlers SoftwareOne an der Schweizer Börse SIX ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Die Aktien des Börsenneulings unter dem Tickersymbol SWON notierten gestern im frühen Handel inzwischen leicht über ihrem Ausgabepreis. Um 9.30 Uhr wurden die Papiere zu 18.55 Franken gehandelt, nachdem sie den Handel genau auf dem Ausgabepreis von 18.00 Franken eröffnet hatten. Die Börsenkapitalisierung beläuft sich damit auf knapp 2,9 Milliarden Franken.

Das Nidwaldner Unternehmen hat insgesamt 38,5 Millionen Aktien aus dem Besitz der Investoren KKR, Peruni Holding sowie von Mitarbeitern und weiteren Aktionären platziert. Der Streubesitz beträgt aktuell beziehungsweise vor Ausübung einer allfälligen Mehrzuteilungsoption 24,3 Prozent. Wird diese vollständig ausgeübt, so würde er noch auf 28 Prozent steigen.

5300 Beschäftigte auf der ganzen Welt

Frisches Geld nimmt SoftwareOne mit dem Börsengang bekanntlich nicht auf. An die Börse wurden somit nur bestehende Aktien gebracht. Die Gründungsaktionäre Daniel von Stockar, Beat Curti und René Gilli behalten auch nach dem Börsengang einen Anteil von 30,9 Prozent.

SoftwareOne ist auf die Verwaltung von Geschäftssoftware spezialisiert: Um Produkte von Anbietern wie Microsoft, SAP oder IBM zu nutzen, müssen Unternehmen entsprechende Lizenzen bei den Anbietern kaufen. Die Verwaltung dieser Produkte kann schnell unübersichtlich werden. Vereinfacht gesagt kümmert sich SoftwareOne darum, dass Konzerne oder KMU immer die richtige Art und Anzahl Softwarelizenzen haben. Zum Geschäft von SoftwareOne gehört auch eine Palette von Dienstleistungen im Softwareumfeld. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 5300 Personen, davon 70 am Hauptsitz im Stanser Schnyderpark.

Fünfter Börsengang im laufenden Jahr

Das Unternehmen ist Anfang 2000 von Daniel von Stockar und Patrick Winter unter dem Namen Softwarepipeline in Zürich gegründet worden. Fünf Jahre später fusionierte Softwarepipeline mit dem Stanser Konkurrenten Microware, den René Gilli im Jahr 1992 gegründet hatte. 2006 erfolgte durch eine weitere Übernahme in den Vereinigten Staaten die Umfirmierung in SoftwareOne. Gleichzeitig wurde der Detailhandelspionier Beat Curti Teilhaber. Nach dem Tod von CEO und Mitgründer Patrick Winter im Sommer des vergangenen Jahres übernahm Dieter Schlosser die operative Leitung als CEO.

SoftwareOne ist bereits der fünfte Börsenzugang an der Schweizer Börse SIX im Jahr 2019. Zuvor hatten bereits Medacta, Alcon, Stadler Rail und Aluflexpack ihr Debüt an der SIX gewagt.