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Sollen Privatanleger jetzt Aktien abstossen?

Nachgefragt
LUKB-Finanzanalyst Arno Endres. (Bild: PD)

LUKB-Finanzanalyst Arno Endres. (Bild: PD)

Es handle sich um einen Rückschlag, der nicht das Ende der guten Börsenentwicklung bedeuten müsse, sagt Arno Endres, Leiter Finanzanalyse bei der Luzerner Kantonalbank. Der Rückschlag biete Anlegern auch eine Chance.

Arno Endres, was empfehlen Sie den Anlegern?

Sollten sich die Kursrückschläge weiter akzentuieren, wären in den kommenden Tagen allenfalls im Sinne eines «Rebalancing» Zukäufe von Aktien sinnvoll. Damit sich die empfohlenen Positionen für die gewählte Anlagestrategie aufrechterhalten lassen. Im volatilen Umfeld muss man aber unbedingt mit Limiten arbeiten.

Haben die Ereignisse an den Börsen mit Donald Trumps Politik zu tun?

Höchstens sehr indirekt und auf lange Sicht. Denn die von Trump lancierte Steuerreform und die in Aussicht gestellten Investitionen in die Infrastruktur heizen die Verschuldung der USA an. Das wiederum führt auf längere Zeit betrachtet zu höheren Zinsen.

Was bedeutet der Börsenabsturz für die Schweizer Wirtschaft?

Wenn die Turbulenzen nicht in einer handfesten Börsenkrise enden, wird die reale Wirtschaft in der Schweiz nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Stimmung bei den Unternehmen und Konsumenten ist gut – nicht nur in der Schweiz, sondern in ganz Europa.

Die meisten Schweizer haben über ihre Pensionskassen in Aktien investiert. Welche Folgen hat der Sturz der Aktienkurse für sie?

Das Kursrisiko tragen die Kassen, nicht die einzelnen Sparer. Die Vorsorgeeinrichtungen haben ein sehr gutes Börsenjahr mit ungewöhnlich hohen Renditen hinter sich. Ihre finanziellen Reserven sind gewachsen. Sie werden diesen Rückschlag verkraften.

In der dritten Säule sind die Sparer direkt von den fallenden Kursen betroffen. Ist es Zeit, den Aktienanteil zurückzufahren?

Nein, dazu würde ich nicht raten. Was wir jetzt erleben, ist ein Rückschlag und kein Abbruch der positiven Entwicklung. Anlagen im Rahmen der dritten Säule sollten ohnehin langfristig ausgerichtet sein.

Der Kurs von Kryptowährungen wie Bitcoin ist im freien Fall. Besteht ein Zusammenhang mit der Börse?

Die Kryptowährungen standen schon vor der Abwärtsbewegung an den Finanzmärkten massiv unter Druck. Grund dafür sind Staaten in Asien, die strengere Regeln für sie erliessen. Auch in den USA ist das ein Thema. Mit den Börsen hat das nichts zu tun.

Interview: Rainer Rickenbach

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