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SOZIALE MEDIEN: Facebook-Mission «Vertrauen zurückgewinnen»

Facebook passt sich dem neuen Umfeld an und schaltet schon bald eine Löschfunktion auf. Die soll dem Nutzer ermöglichen, Tabula rasa zu machen.
Renzo Ruf, Washington
Mark Zuckerberg während seiner Ansprache am Dienstag in San José. (Bild: M. J. Sanchez/AP)

Mark Zuckerberg während seiner Ansprache am Dienstag in San José. (Bild: M. J. Sanchez/AP)

Renzo Ruf, Washington

Der Facebook-Chef Mark Zuckerberg gelobt Besserung. Auf der jährlich stattfindenden «F8»-Konferenz – die Neuerungen im sozialen Netz gewidmet ist – präsentierte der 33-Jährige eine Funktion, die eine rasche Löschung sämtlicher Aktivitäten auf Facebook ermöglichen soll. Im amerikanischen Original wird die neue Löschfunktion den Namen «Clear History» tragen und gemäss einer Pressemitteilung «in einigen wenigen Monaten» zur Verfügung stehen. Damit reagierte Zuckerberg auf die heftige Kritik der vergangenen Woche.

Im Zusammenhang mit den Machenschaften des britisch-amerikanischen Politberaters Cambridge Analytica wurde Facebook unter anderem vorgeworfen, dass die Nutzer nicht genügend Kontrolle über ihre persönlichen Daten besässen. Während seiner beiden Auftritte vor dem Parlament in Washington schrieb Zuckerberg in einem Beitrag auf Facebook, er habe zur Kenntnis nehmen müssen, «dass ich keine schlüssigen Antworten auf einige Fragen habe», die sich um den Datenschatz von Facebook drehten. Dies wolle er ändern. «Wir müssen wieder Vertrauen zurückgewinnen.» Freiwillig erfolgt diese Anpassung also nicht. Auch steht Facebook in der Europäischen Union unter Druck, weil am 25. Mai die neue Datenschutz-Grundverordnung in Kraft treten wird – und Facebook es sich nicht leisten kann, die europäischen Aufsichtsbehörden vor den Kopf zu stossen.

Der Technologie-Journalist Thomas Baekdal sprach seinen Branchenkollegen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter deshalb ins Gewissen und schrieb: «Hört auf damit, dies als neue ‹Funktion› darzustellen», wenn Facebook doch nur gesetzliche Vorgaben umsetze. Schliesslich schreibe auch niemand darüber, «dass Ford nun in jedem Auto Sicherheitsgurte einbaut». Zuckerberg schrieb in seinem Beitrag übrigens, das soziale Netz werde nach der Betätigung der Löschfunktion «weniger gut» sein. Schritt für Schritt werde Facebook sich aber wieder Wissen über den Nutzer aneignen.

Neue Dating- Applikation

Zuckerberg sagte an der «F8»-Konferenz auch, dass sich Facebook trotz der Rückschläge in den vergangenen Wochen nicht vom eingeschlagenen Kurs abbringen lassen werde. «Wir müssen weiterbauen. Die Welt würde ver­lieren, wenn Facebook plötzlich nicht mehr da wäre.» Zu den Neuerungen gehörte die Ankündigung Zuckerbergs, dass Facebook künftig auch als virtuelle Kontaktstelle für Alleinstehende tätig sein und eine «Dating»-Applikation anbieten werde. Im Visier stünden die rund 200 Millionen Facebook-Nutzer, die ihren Status als Single deklariert hätten, sagte Zuckerberg. Die Teilnahme sei optional und höchstwahrscheinlich kostenlos.

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