Spital Leuggern
Spital Leuggern ist gesund

«Wir wollen unseren Standort sichern und eine bekannte Grösse im Kanton Aargau sein», sagt Alfred Zimmermann, Spitaldirektor in Leuggern und freut sich über die Zahlen 2008.

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Operation im Spital Leuggern

Operation im Spital Leuggern

Aargauer Zeitung

Michael Hunziker

Zahlen 2008 Spital Leuggern Patientenzahl: 3210 (Vorjahr 2963)Geburtenzahl: 443 (416)Aufenthaltsdauer: 5,3 Tage (5,5 Tage)Bettenbelegung akut: 88,7% (86,3%)Pflegetage akut: 17 175 (16 291)Jahresergebnis: 2,8 Mio. Fr. (2,3 Mio.)Gesamtaufwand: 24,2 Mio. Fr. (23,7 Mio.)Aufwand pro Fall: 5596 Fr. (6026 Fr.)

Zahlen 2008 Spital Leuggern Patientenzahl: 3210 (Vorjahr 2963)Geburtenzahl: 443 (416)Aufenthaltsdauer: 5,3 Tage (5,5 Tage)Bettenbelegung akut: 88,7% (86,3%)Pflegetage akut: 17 175 (16 291)Jahresergebnis: 2,8 Mio. Fr. (2,3 Mio.)Gesamtaufwand: 24,2 Mio. Fr. (23,7 Mio.)Aufwand pro Fall: 5596 Fr. (6026 Fr.)

Aargauer Zeitung

Steigende Patientenzahl, steigende Geburtenzahl, steigende Bettenauslastung: Die Asana-Gruppe mit den Spitälern Leuggern und Menziken kann im siebten Betriebsjahr einen ausgezeichneten Jahresabschluss präsentieren. «Die Entwicklung ist erfreulich», sagt Alfred Zimmermann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Asana-Gruppe und Spitaldirektor in Leuggern. «Die Nachfrage nach den Dienstleistungen hat sich erhöht. Beide Standorte sind ein wichtiger Bestandteil der Spitallandschaft Aargau.»

Gleichzeitig gibt Zimmermann zu bedenken: «Es besteht kein Grund, zurückzulehnen. Denn mit der neuen Spitalfinanzierung, die sich an Fallpauschalen ausrichtet, werden die Hürden ab 2012 nochmals massiv höher gesetzt.» Die Asana-Gruppe wolle auch unter den neuen Rahmenbedingungen erfolgreich sein. «Ein gesundes Wachstum ist extrem wichtig», hält Zimmermann fest. «Der Verwaltungsrat will zwei gesicherte Spitalstandorte, die qualitativ und wirtschaftlich eine einwandfreie Grundversorgung sicherstellen.»

Ideen sind gefragt

2008 sind im Spital Leuggern die Kosten pro Patient trotz gestiegenem medizinischen Aufwand gesunken. «Wir müssen breit abgestützt sein und im ganzen Kanton für unsere familiäre Atmosphäre und die kompetente Pflege bekannt sein», sagt Zimmermann. Der Grad der Qualität sowie der Spezialisierung werde laufend gesteigert.

Vorbereitet auf die Schweinegrippe

Ist die Schweinegrippe auch im Spital Leuggern das grosse Thema in diesen Tagen? «Wir mussten uns vorbereiten. Unsere Leute sind informiert», sagt Spitaldirektor Alfred Zimmermann. «Ob in der Zentrale oder im Notfall: Jeder weiss ganz genau, wie er sich zu verhalten hat und was zu tun ist.» Tritt ein Verdachtsfall auf, wird dieser laut Direktor Zimmermann gemeldet. Die Quarantäne-Massnahmen würden dann in den Kantonsspitälern Baden oder Aarau umgesetzt. (mhu)

In Zukunft seien kreative Ideen gefragt, damit Engpässe überwunden werden könnten. In Leuggern ist eine zusätzliche halbe Anästhesiearztstelle geschaffen und es sind weitere Stellenplananpassungen vorgenommen worden. Auf Sommer/Herbst 2009 wird ein Facharzt für innere Medizin angestellt. «Das ist ein Novum für unser Belegarzthaus. Damit wird das Spital die Anerkennung als Weiterbildungsstätte für innere Medizin erhalten und für Assistenzärzte zusätzliche Attraktivität erreichen», ist der Spitaldirektor überzeugt. Mit dem Umbau der Liegenschaft «Brauerei» in Leuggern sei auf Anfang 2010 die Eröffnung der Kinderarztpraxis geplant.

Noch kein Kinderarzt gefunden

«Mit über 400 Geburten pro Jahr ist die Einrichtung einer Kinderarztpraxis in unmittelbarer Nähe für uns eine zusätzliche Qualitätssteigerung», sagt Zimmermann. Allerdings konnte bisher noch kein Kinderarzt gefunden werden. Als Grund nennt der Spitaldirektor den ausgetrockneten Markt. Zimmermann bezeichnet sich als Optimisten. «Ich bin absolut sicher, dass wir eine Lösung finden werden. Das Konzept, das Projekt und die Infrastruktur sind attraktiv. Die Gespräche sind im Gang.»