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Stadler in Zahlen: Vom KMU zum Weltkonzern mit 8000 Mitarbeitern

Vor bald drei Jahrzehnten hat Peter Spuhler Stadler als Kleinbetrieb übernommen. Über die Jahre ist das Unternehmen zu einem der grössten Wettbewerber auf dem internationalen Markt für Rollmaterial gewachsen. Ein Überblick.
Thomas Griesser Kym

Spuhler startete mit 18 Mitarbeitern

Um die 8000 Mitarbeitende hat Stadler mittlerweile. Allein rund 2800 sind es in der Ostschweiz. Damit ist der Schienenfahrzeughersteller mit Sitz in Bussnang neben Bühler aus Uzwil der grösste private Arbeitgeber in der Ostschweiz, und das mit einer globalen Ausstrahlung.

Dabei waren die Anfänge bescheiden. 1942 gründete Ernst Stadler in Zürich ein Ingenieurbüro, baute bald einmal Akku- und Dieselloks und übersiedelte 1962 nach Bussnang. 1989 kaufte Peter Spuhler das Unternehmen mit damals 18 Mitarbeitenden mit Hilfe eines 5-Millionen-Franken-Kredits der Thurgauer Kantonalbank. Spuhler setzte auf das Konzept des modularen Schienenfahrzeugs, entwickelte den Gelenktriebwagen als ersten Verkaufsschlager – und seither geht es weiter Schlag auf Schlag.

Tausende Stadler-Züge fahren rund um die Welt

Inzwischen baut Stadler für den Eisenbahnverkehr alles mögliche Rollmaterial, mit Ausnahme von Superhoch­geschwindigkeitszügen und Güterwaggons. Viele Fahrzeuge wie den Triebzug Flirt oder den Hochgeschwindigkeitszug Smile hat Stadler selber entwickelt, andere Segmente wie schwere Lokomotiven oder Zahnradbahnen hat man zugekauft. Zukäufe bildeten stets einen wichtigen Pfeiler der Expansion. So erwarb man etwa das Schindler-Werk in Altenrhein (das ab Ende 2019 bis Frühling 2020 in einen Neubau in St. Margrethen verlegt wird), das Adtranz-Werk in Berlin, den Sulzer-Standort der «Loki» in Winterthur oder die Lokfabrik von Vossloh in Valencia.

Daneben ist Stadler immer auch mit selber aufgebauten Standorten in zahlreichen Ländern gewachsen, gerade auch im Servicegeschäft, das immer wichtiger wird. Und als weiteren Pfeiler baut man die Signaltechnik auf, die im Zuge der Digitalisierung immer mehr mit den Zügen verschmilzt, und will sich so unabhängig machen von Anbietern wie Siemens oder Alstom, die zugleich Rivalen Stadlers im Bahnbau sind.

Von Europa aus die Welt erobern

Geografisch ist Europa Stadlers Hauptmarkt. Erste Verkaufserfolge feierte man aber auch in Afrika und Amerika. Als nächster Schritt soll endlich der Einstieg in Asien gelingen, wo Stadler bei Milliardenausschreibungen in Taiwan mitmischt. Als Option gilt ausserdem ein Börsengang des Unternehmens.

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