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Kommentar

Stadler ist an der Börse: Anleger müssen geduldig sein

Der Börsengang ist geglückt. Nun muss sich der Schienenfahrzeugbauer Stadler unter Beobachtung der Anleger beweisen und deren Erwartungen erfüllen. Den Investoren wird umgekehrt auch Geduld abverlangt.
Thomas Griesser Kym
Thomas Griesser, Leiter der Wirtschaftsredaktion. (Bild: Ralph Ribi)

Thomas Griesser, Leiter der Wirtschaftsredaktion. (Bild: Ralph Ribi)

Ohne Ruckeln und Rattern ist Stadler an die Börse gefahren. Ein massvoller Kurssprung nach der Eröffnung und dann das Niveau den ersten Handelstag hindurch gehalten – das ist in etwa das, was man erwarten durfte. Doch dieser gelungene Start ist nur der Anfang. Für den Schienenfahrzeugbauer hat die Reise in eine neue Ära erst begonnen. Denn mit der Börsennotierung ist Stadler zu mehr Transparenz verpflichtet. Und das Unternehmen steht unter scharfer Beobachtung von Analysten und von den Anlegern, die für ihr Investment belohnt werden wollen. Sprich, sie sind zwecks Wertsteigerung ihrer Titel an einer positiven Aktienkursentwicklung interessiert und an einer attraktiven Dividende.

Investoren tun allerdings gut daran, sich auch in Geduld zu üben. Das Unternehmen ist keines, das sich an Semester- oder gar Quartalsberichten messen lässt. Stadlers Geschäft sind häufig Grossaufträge, die, blickt man in die Vergangenheit, ein paar hundert Millionen bis zu eine Milliarde Franken erreichen können. Solche Aufträge gilt es dann über mehrere Jahre hinweg abzuarbeiten. Das heisst: Stadlers Geschäft ist langfristiger Natur. Das bringt es mit sich, dass der Auftragseingang, der Umsatz und damit die ganze Unternehmensentwicklung zünftigen Schwankungen unterworfen sein können.

Für die Anleger bedeutet das: Auch falls es mal in einem Jahr weniger rund läuft, Ruhe bewahren.

Denn insgesamt stehen die Signale auf Grün: Die Auftragsbücher Stadlers sind prallvoll, das Bedürfnis nach Mobilität steigt weltweit, und die Digitalisierung, neue Antriebstechniken und neue Märkte bergen viel Potenzial. Zwar gibt es auch Risiken, zum Beispiel technischer Natur. Oder betreffend Asien, wo Stadler trotz mehrerer Anläufe der Einstieg noch nicht gelingen wollte. Doch Patron Peter Spuhler und seine Crew haben in der Vergangenheit vieles richtig gemacht. Bleiben sie innovationsstark und ihren Werten treu, stehen die Chancen gut, Stadlers Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.

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