Stadler Rail vergibt Grossaufträge an Ruch

Die Ruch Metallbau AG landet gleich drei Grossaufträge: Stadler Rail hat das Altdorfer Unternehmen damit beauftragt, Gepäckablagen für die Doppelstöcker der BLS sowie für Waggons der ungarischen Staatsbahn zu produzieren.

Gregory Remez
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Blick in den Produktionsraum von Ruch in Altdorf: Hier werden die Gepäckablagen für Stadler Rail zusammengebaut. (Bild: PD)
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Blick in den Produktionsraum von Ruch in Altdorf: Hier werden die Gepäckablagen für Stadler Rail zusammengebaut. (Bild: PD)
Blick in den Produktionsraum von Ruch in Altdorf: Hier werden die Gepäckablagen für Stadler Rail zusammengebaut. (Bild: PD)
Blick in den Produktionsraum von Ruch in Altdorf: Hier werden die Gepäckablagen für Stadler Rail zusammengebaut. (Bild: PD)

Blick in den Produktionsraum von Ruch in Altdorf: Hier werden die Gepäckablagen für Stadler Rail zusammengebaut. (Bild: PD)

Mitte Juni setzte die Ruch Metallbau AG einen bemerkenswerten Meilenstein: Die insgesamt 5'555. Gepäckablage habe man für Stadler Rail fertiggestellt, liess das Unternehmen mit Sitz in Altdorf in einer Medienmitteilung verlauten. Es wird nicht die letzte ihrer Art gewesen sein. Denn nun erhielt Ruch drei weitere Grossaufträge vom Thurgauer Zughersteller.

Wie die Urner Firma am Dienstag mitteilte, wurde sie damit beauftragt, Gepäckablagen für die Doppelstockwagen der BLS vom Modell «Kiss» sowie für Waggons der ungarischen Staatsbahn zu produzieren. Über das finanzielle Volumen des Auftrages wollten die involvierten Unternehmen keine Auskunft geben.

Entwickelt und fertiggestellt werden die Ablagen am Produktionsstandort in Altdorf. Danach werden sie aus der Zentralschweiz in die Stadler-Werke nach Ungarn, Weissrussland sowie Altenrhein SG geliefert, wo sie in den Doppelstöckern verbaut werden. 

Arbeitsplätze umgestellt

Bei der Auftragsvergabe kam nicht nur Ruch, sondern auch das Elektrizitätswerk Altdorf (EWA) zum Zug. Dieses wurde engagiert, um die LED-Beleuchtung in den Gepäckablagen zu liefern, die direkt bei Ruch eingebaut wird. Um eine reibungslose Produktion sicherzustellen, hätten einige Arbeitsabläufe und Arbeitsplätze bei Ruch umgestellt werden müssen, sagt Projektleiter Markus Bossert. Neu arbeite man nach der «One-Piece-Flow»-Prinzip. Dabei nehme die Mitarbeitenden die einzelnen Teile beim Zusammenbau einer Gepäckablage nur noch einmal in die Hand. 

Die Ruch Metallbau AG mit knapp 50 Mitarbeitern beliefert Stadler Rail seit 2011 mit Gepäckablagen. Die letzten Grossaufträge führte das Unternehmen laut Matthias Ruch, Leiter Industrie und Verkauf, für die SBB aus.

Beim Familienunternehmen hatte es im vergangenen Jahr einen Generationenwechsel gegeben: Der Geschäftsleitungsvorsitzende Andreas Ruch (58), der auch Präsident der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) ist, blieb zwar weiterhin für das Tagesgeschäft verantwortlich, holte aber seine Kinder Martina (28) und Matthias Ruch (29) sowie Stephan Baumann (32) an Bord. 

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Thomas Griesser Kym