Stahlindustrie: Schmolz+Bickenbach nimmt Anpassungen vor

Der Luzerner Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach hat Anpassungen und Ergänzungen an der geplanten Kapitalerhöhung vorgenommen. Über diese entscheiden die Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung vom 2. Dezember.

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Jens Alder, Verwaltungsratspräsident, spricht an der Generalversammlung von Schmolz und Bickenbach AG im KKL in Luzern im April. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

Jens Alder, Verwaltungsratspräsident, spricht an der Generalversammlung von Schmolz und Bickenbach AG im KKL in Luzern im April. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

(sda/awp)

Mit den Anpassungen und Ergänzungen solle sichergestellt werden, dass die Big Point Holding von Martin Haefner ihr Beteiligungsziel von mindestens 37,5 Prozent erreichen und gleichzeitig die Liwet Holding mit ihrem Grossaktionär Viktor Vekselberg an der Kapitalerhöhung teilhaben könne, teilte der Stahlkonzern am Montag mit. Zu der Anpassung hätten die weitergeführten Gespräche mit Fremdkapitalgebern, Grossaktionären und Banken geführt.

Neu soll das Aktienkapital um mindestens 325 Millionen Franken erhöht werden, mit einer gleichzeitigen Nennwertreduktion, wie es in der Medienmitteilung hiess. Um die Transaktionssicherheit zu erhöhen, wird als eine technische Notwendigkeit der Maximalbetrag formell auf 614,25 Millionen angesetzt. Zuvor lag die Spanne zwischen 189 und 350 Millionen.

Big Point hatte sich, wie bekannt, verpflichtet, die Kapitalerhöhung mit 325 Millionen Franken zu unterstützen. Zudem habe die Haefner-Holding verlangt, dass Liwet im Bezugsrechtsangebot teilnehmen könne, aber für im Markt angebotene nicht ausgeübte Bezugsrechte nicht berücksichtigt werde, teilte Schmolz+Bickenbach mit.

Der Ausgabepreis der neuen Aktien soll in 5 Rappen-Schritten zwischen 0,30 und 0,15 Franken pro Aktie betragen. Dabei werden am Morgen der Generalversammlung alle Preise unter 30 Rappen gestrichen, die um mehr als 5 Rappen unter dem dann herrschenden Marktpreis liegen. Zum Schlusskurs vom vergangenen Freitag von 0,232 Franken würden beispielsweise alle Ausgabepreise unter 30 Pappen gestrichen, bei einem Kurs unter 0,20 Franken wäre die Grenze 0,25 Franken.

Der endgültige Ausgabepreis wird nach Abschluss des Angebots festgelegt. Dabei werde der höchste Preis ausgewählt, zu welchem mindestens 325 Millionen Franken Kapital aufgenommen werden können, hiess es in der Mitteilung.