STAHLKONZERN: Standort Luzern wird gestärkt

Schmolz + Bickenbach verlagert mehrere Dutzend Stellen von Deutschland nach Luzern. Die Holding bezieht ein neues Verwaltungs­gebäude im Tribschenquartier.

Hans-Peter Hoeren
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Hans-Peter Hoeren

Anfang Oktober soll es so weit sein: Dann will der Stahlkonzern Schmolz + Bickenbach im Luzerner Tribschenquartier sein neues Verwaltungsgebäude beziehen. CEO Clemens Iller wird dort sein Büro haben. Ebenso Verwaltungsratspräsident Edwin Eichler. Rund 50 Personen werden in dem Gebäude an der Landenbergstrasse 11 arbeiten. Bis Ende Jahr werden dazu mehrere Dutzend Verwaltungs- und Stabsstellen von Deutschland nach Luzern verlegt. Der Schweizer Standort wird deutlich aufgewertet. Der Verwaltungssitz des Konzerns mit seinen weltweit rund 9000 Beschäftigten ist nicht mehr Düsseldorf, sondern Luzern. «Der Kanton Luzern ist das Führungszentrum des Konzerns, hier werden alle wichtigen Entscheidungen getroffen», stellte CEO Clemens Iller (55) gestern auf Anfrage klar.

Langfristiger Mietvertrag

Am Firmensitz in Emmenbrücke habe der Platz nicht ausgereicht, um die Mitarbeiter aus der Verwaltung und dem Stab unterzubringen. Man habe auch eine Liegenschaft in Rotkreuz evaluiert, letztlich habe sich das Bürogebäude in Luzern aber als die geeignetste Lösung erwiesen. Auch, weil dieses sehr verkehrsgünstig liege und zu Fuss vom Bahnhof aus gut erreichbar sei. «Zudem sind wir unglaublich positiv von der lokalen Politik und der Wirtschaftsförderung in Luzern bei unserer Suche unterstützt worden», erklärte Iller. Der Stahlkonzern hat für das Bürogebäude im Tribschenquartier einen langfristigen Mietvertrag unterzeichnet und gemäss dem CEO einen grösseren Betrag in den Ausbau der Büros investiert.

Bis auf wenige Ausnahmen werden künftig alle Funktionen der Konzernholding in Luzern angesiedelt sein. Dazu zählen unter anderem die Bereiche Personal, Finanzen, Informatik, Controlling und Unternehmensentwicklung.

Emmenbrücke bleibt Holdingsitz

Aber auch neu geschaffene Funktionen für die gesamte Gruppe, wie beispielsweise der Bereich Technical Coordination, werden in Luzern künftig zu Hause zu sein. Letzterer soll die Investitionen in Anlagen und Prozessoptimierungen gruppenweit koordinieren und gewährleisten, dass Investitionen nur einmal getätigt werden und für die gesamte Gruppe nutzbar sind. Ausserdem stellt der Bereich den internen Know-how-Transfer sicher und steuert die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung.

Holdingsitz des Konzerns werde aber Emmenbrücke bleiben, versichert Clemens Iller. «Der Umzug hat keine Auswirkungen auf den Standort Emmenbrücke», sagt Iller. Dort sind auch die Swiss Steel und die Steeltec mit ihrem Stahl- und ihrem Walzwerk beheimatet. Diese beschäftigen in Emmenbrücke über 700 Mitarbeiter. Bisher hatten dort auch der CEO und der Verwaltungsratspräsident ihre Büros. In die frei werdenden Büros im Verwaltungsgebäude des Konzerns in Emmenbrücke werden zum Teil Mitarbeiter aus der Administration von Swiss Steel einziehen, die momentan noch nicht in nahe beieinanderliegenden Büros sitzen. Dadurch werde auch hier die Effizienz gesteigert.

Dass das Entscheidungszentrum des Konzerns in der Schweiz ist, unterstreichen auch der deutsche CEO Clemens Iller und der deutsche Verwaltungsratspräsident Edwin Eichler mit der Wahl ihres Wohnortes. Iller hat seinen Hauptwohnsitz in Meggen, Eichler wohnt ebenfalls im Kanton Luzern.