UBS
Ständerats-Mehrheit will UBS-Managern die Löhne kürzen

Eine Mehrheit der Ständeräte will am kommenden Mittwoch einer Motion zustimmen, welche die Löhne der UBS-Manager auf das Niveau der Saläre bei Staatsbetrieben senken will.

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Das zeigt eine Umfrage der Zeitung "Sonntag". 18 Ständeräte wollen die Motion annehmen, 14 lehnen sie ab, 3 sind noch unentschlossen. Die restlichen Ständeräte wollten sich im Vorfeld nicht äussern oder waren nicht erreichbar. Die Forderung nach einem Lohndeckel geht auf eine Motion der SVP zurück, die SP unterstützt den Vorstoss. Erstaunlich hoch ist auch die Zustimmung bei CVP-Parlamentariern. Auftrieb hat den Befürwortern einer Lohnbeschränkung bei der UBS Kaspar Villiger gegeben.

In einem Interview über die Salär-Diskussion bezeichnete er die Politiker als "Laien" und betonte: "Die Profis wissen schon, was zu tun ist." Das hat bei den Ständeräten Unmut ausgelöst und bei der eher skeptischen Mittepartei CVP zu einem Meinungsumschwung geführt. CVP-Ständerat Theo Maissen sagt: "Ich fand es gut, dass Villiger das Präsidium bei der UBS übernommen hat. Doch jetzt hat er seinen Bonus weitgehend verspielt."

CVP-Ständerat Filippo Lombardi sagt, erst Villigers "arrogante Aussage" bewege ihn dazu, einem Lohndeckel bei der UBS "eher zuzustimmen". Verärgert über Villiger ist auch SVP-Ständerat Hannes Germann: "Wenn man anschaut, was die Profis angerichtet haben, bin ich gerne Laie."