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START-UPS: Innovationskonferenz kehrt Luzern den Rücken

Das World Innovations Forum findet nun doch nicht in Luzern statt. Der Organisator verlegt den Event jetzt nach Zürich. Regierungsrat Marcel Schwerzmann zeigt sich enttäuscht.
René Zeier von der Hochschule Luzern (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 25. August 2017))

René Zeier von der Hochschule Luzern (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 25. August 2017))

Luzern als Standort einer Innovationskonferenz mit globaler Ausstrahlung: Das war der Plan, den der Start-up-Unternehmer Axel Schultze und der Dozent René Zeier von der Hochschule Luzern (HSLU) diesen Sommer skizziert haben. Doch daraus wird nun nichts. Das World Innovations Forum (WIForum) findet im Juni zwar tatsächlich statt – allerdings in Zürich.

Während Schultze weiterhin die Fäden zieht, ist HSLU-Dozent Zeier nicht mehr dabei. «Ende November 2017 habe ich mich entschieden, auszusteigen, um andere Herausforderungen wahrzunehmen», bestätigt Zeier. Seine Begründung: «Es hat einfach in dieser Konstellation nicht gepasst. Die Vision und das Konzept sind aber nach wie vor toll», sagt Zeier. Es sei eine intensive und spannende Zeit gewesen, das WIForum aufzubauen. «Vieles konnte erreicht werden – ein paar Dinge leider nicht.»

Das WIForum orientiert sich am World Economic Forum (WEF) in Davos, allerdings mit dem Fokus auf Start-ups. Risikokapitalgeber, Jungunternehmer sowie weitere relevante Player aus Wirtschaft und Politik sollen gemeinsam Lösungen erarbeiten. Dadurch soll die Erfolgsrate von Jungunternehmern bis in 20 Jahren weltweit verdoppelt werden. Heute schaffen es nämlich nur 10 Prozent der Jungunternehmer, eine Firma erfolgreich aufzubauen.

Keinen bezahlbaren Tagungsort gefunden

Schultze gibt zwei Hauptgründe an, weshalb Zürich statt Luzern zum Handkuss kommt. «Wir haben in Luzern keinen geeigneten und bezahlbaren Tagungsort für rund 300 Leute gefunden. Und wir haben leider nicht ausreichend günstige Unterkünfte in Luzern.» Unter dem Strich sei es «einfach nicht so ganz das Richtige für die Zielgruppe».

Auf das Forum hatten sich auch Regierungsrat Marcel Schwerzmann und Stadtpräsident Beat Züsli gefreut. Die Nachricht komme für ihn überraschend, sagt Schwerzmann. «Die Regierung wurde weder über die Tatsache noch über die Beweggründe informiert.» Zwei Regierungsmitglieder haben sich demnach mehrmals mit dem Organisationsteam getroffen und über diverse Aspekte der Innovationsförderung in Luzern gesprochen. «Ich persönlich bin enttäuscht, dass das WIForum nun nicht in Luzern stattfinden soll. Luzern wie auch die gesamte Zentralschweiz bieten gute Rahmenbedingungen, um Innovationen zu fördern», so Schwerzmann.

Das Forum geht nun im ehemaligen EWZ-Unterwerk Selnau in der Zürcher Innenstadt über die Bühne. Dort wurde erst im Herbst das Innovationszentrum «Kraftwerk» eröffnet, das vom Start-up-Zentrum Impact Hub Zürich, vom Verein Digitalswitzerland, von der Migros und dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich getragen wird.

Im «Kraftwerk» sollen Grossunternehmen, Start-ups, Selbstständige und Kreative künftig an nachhaltigen Lösungen für neue Herausforderungen arbeiten. Um das gesamte Gebäude zu bekommen, mussten die Organisatoren des WIForum den Event um eine Woche verschieben. Es findet nun vom 12. bis 14. Juni statt.

Maurizio Minetti

Axel Schultze ist Startup-Unternehmer. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 16. August 2017))

Axel Schultze ist Startup-Unternehmer. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 16. August 2017))

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