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START-UPS: Zug und Schwyz geben bei Jungfirmen den Ton an

Letztes Jahr ist in der Zentralschweiz wieder mehr Kapital in Jungfirmen investiert worden. Schweizweit hat sich das Wachstum allerdings verlangsamt. Nun soll ein neuer Fonds für neue Impulse sorgen.
Maurizio Minetti
Zentralschweizer Start-ups im Biotechbereich waren 2017 bei Investoren besonders beliebt. (Bild: Cole Burston/Bloomberg)

Zentralschweizer Start-ups im Biotechbereich waren 2017 bei Investoren besonders beliebt. (Bild: Cole Burston/Bloomberg)

Maurizio Minetti

Etwas mehr als 113 Millionen Franken sind letztes Jahr in Zentralschweizer Start-ups investiert worden. Das zeigt der gestern publizierte «Swiss Venture Capital Report», der vom Newsportal Startupticker.ch in Zusammenarbeit mit der Investorenvereinigung Seca realisiert wird. Die grösste Finanzierungsrunde aus der Zentralschweiz war jene von Amicus aus Baar. Das Zuger Investmentunternehmen HBM hat 21,3 Millionen Franken in die Firma investiert, die in zentral- und osteuropäischen Ländern grosse Pharmaunternehmen repräsentiert und den Vertrieb übernimmt.

Für Seca-Analyst Thomas Heimann zeigt der neue Report aus Zentralschweizer Sicht, dass die Kantone Zug und Schwyz weiterhin tonangebend sind. «Zug und Umgebung hat sich als Crypto Valley etabliert, während in Schwyz der Steueraspekt eine entscheidende Rolle gespielt haben dürfte», sagt der Start-up-Kenner. In Luzern hat sich vor allem der Technopark in Root zu einem Anziehungspunkt für Jungunternehmen etabliert.

Private Investoren befeuern Wachstum

Schaut man sich die zehn grössten Investitionsrunden aus der Zentralschweiz an (siehe Grafik), fällt auf, dass die Hälfte im Fintechbereich angesiedelt sind. Darunter versteht man neue Technologien, die darauf abzielen, das traditionelle Bankengeschäft zu revolutionieren. «Damit liegt die Zentralschweiz klar über dem Schweizer Durchschnitt», sagt Heimann. Unter den 20 grössten Schweizer Finanzierungsrunden findet man nämlich nur ein einziges Fintechunternehmen – es ist mit Crypto Finance eines mit Sitz in Zug.

Investmentrunden mit Kryptowährungen – sogenannte Initial Coin Offerings (ICO) – haben die Autoren des Reports nicht mitgezählt. Im ICO-Bereich gehört Zug zu den internationalen Hot Spots, allerdings sind bei ICOs regulatorische Fragen noch ungelöst.

Gesamtschweizerisch war 2017 wiederum ein Rekordjahr: Insgesamt 938 Millionen Franken sind in Start-ups investiert worden. Das sind 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Verantwortlich für das Wachstum sind private Investoren – sogenannte Business Angels – und spezialisierte Fonds, aber auch grosse Unternehmen aus Finanz-, Pharma-, Logistik- und Energiewirtschaft. Weiterhin kommt der grösste Teil der Finanzierung aus dem Ausland. Neuen Schub für Finanzierungsrunden aus der Schweiz könnte der Zukunftsfonds bringen, der kurz vor der Lancierung steht (siehe Box).

Vor einem Jahr war die Summe allerdings noch um 35 Prozent gestiegen – das Wachstum hat sich also deutlich verlangsamt. «Positiv ist aber die Breite der Finanzierungsrunden: Es gab letztes Jahr auffallend mehr Finanzierungen für Start-ups in der Wachstumskapitalphase», erklärt Heimann. Diese sogenannten Early-Stage-Runden sind insofern von Bedeutung, da sie Bindeglied zu Seed- und Later-Stage-Runden bilden und das notwendige Kapital zur Weiterentwicklung eines Prototyps zu einem marktfähigen Produkt bereitstellen. Die Start-ups aus dem Kanton Waadt zogen wie schon in den beiden Vorjahren am meisten Risikokapital an, obwohl der Westschweizer Kanton einen Rückgang von rund 450 auf 300 Millionen Franken zu verzeichnen hatte. Alle anderen Kantone hingegen legten teilweise markant zu. Von den Top 5 – Waadt, Zürich, Basel-Stadt, Zug und Genf – fällt vor allem Zürich auf: Hier sind die Investitionen binnen Jahresfrist von 108 auf 273 Millionen Franken gestiegen, was einer Zunahme um über 150 Prozent entspricht.

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