Roche
Sterilproduktion ausgebaut

Im neuen Produktionsbetrieb verarbeitet Roche biotechnologisch hergestellte Arzneimittel zu Injektions- oder Infusionspräparaten. Das Pharma-Unternehmen investierte allein in den Neubau rund 200 Millionen Franken.

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Aargauer Zeitung

Peter Rombach

In den weiteren Ausbau der Infrastruktur am Standort Kaiseraugst steckt Roche zusätzlich 100 Millionen Franken. «Wir finden hier gute Voraussetzungern für Produktion und Vertrieb», betonte Matthias M. Baltisberger, Leiter Roche-Standort Basel, gestern an der Einweihungsfeier im neuen Komplex, wo die Räume, technischen Anlagen und auch die Luft höchsten Reinheitskriterien entsprechen müssen.

Die Sterilproduktion erfordere ein umfangreiches Know-how und somit höchstqualifizierte Mitarbeitende, so Baltisberger. In den vergangenen fünf Jahren sei deren Zahl in Kaiseraugst um rund 300 auf nunmehr 1200 angestiegen.

«Durch unsere Investition verfügen wir weltweit über die grösste Produktionskapazität für biotechnologisch hergestellte Medikamente», unterstrich Jan van Koeveringe, Leiter Pharma Global Technical Operations. Und durch den Einsatz von Hochgeschwindigkeitstechnologien liessen sich Kapazitäten von bis zu 400 Ampullenflaschen und bis zu 300 Fertigspritzen pro Minute erreichen. Damit löste er unter den Festgästen grosses Staunen aus.

Beeindruckt zeigte sich auch der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann von der «erfolgreichen Weiterentwicklung» von Roche. Das neue Kompetenzzentrum auf dem Gebiet der Sterilproduktion spreche auch für den Wirtschaftsstandort Kaiseraugst und das Fricktal, meinte der Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres. «Die Regierung ist sich bewusst, dass es gerade in Zeiten des harten Wettbewerbs keinen Heimatschutz gibt, sondern dass die politischen Rahmenbedingungen und Standortvorteile entscheidend sind.»

Die Investition von Roche beweise, dass die «unternehmensfreundliche Wirtschaftspolitik des Kantons anerkannt ist, so Hofmann. «Dynamische Unternehmen sind das Rückgrat und der Motor unserer Wirtschaft.» Viele Beschäftigte schätzten den Aargau übrigens als Wohnkanton zwischen den «Anknüpfungspunkten Basel und Zürich», meinte der Regierungsrat in seiner Grussbotschaft an der Einweihungsfeier.