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STEUERN: Dicke Post für Bitcoin-Händler

Nicht nur wer Bitcoins besitzt, muss diese versteuern. Auch wer Kryptowährungen schürft muss dies angeben. Dies könnte einige vor Probleme stellen.
Berg- und Talfahrt: Digitale Bitcoins können auch in Schweizerfranken getauscht werden - die stark schwankende Kursentwicklung bestimmt sich allerdings im Internet. (Archivbild) (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Berg- und Talfahrt: Digitale Bitcoins können auch in Schweizerfranken getauscht werden - die stark schwankende Kursentwicklung bestimmt sich allerdings im Internet. (Archivbild) (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Seit zwei Jahren müssen Kryptowährungen wie Bitcoin in der Schweiz versteuert werden. Nun weist der Kanton Luzern in einem in diesen Tagen versendete Merkblatt darauf hin, dass auch das Schürfen von Bitcoin durch Zurverfügungstellen von Rechnerleistung ebenfalls als steuerbares Einkommen gilt. «Dies wird für jene, die im grösseren Stil mit Kryptowährungen handeln, eine administrative Herausforderung. Denn die wenigsten dürften sachdienliche Aufzeichnungen respektive eine ordnungsgemässe Buchhaltung führen», sagt Frank Lampert, bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG Schweiz für das Blockchain- und Krypto-Geschäft zuständig.

Rund 900 Kryptowährungen

Bei Kryptowährungen handelt es sich um digitale Zahlungsmittel, die nicht über Banken laufen, sondern ausschliesslich von Privaten generiert werden. Im Fachjargon nennt man dies «Mining» oder «Schürfen». Es gibt rund 900 Kryptowährungen. Die bekannteste ist Bitcoin, sie wird seit 2009 als Zahlungsmittel eingesetzt. Eine steuertechnische Herausforderung ist der Umstand, dass die Währungen zum Teil massive Kurssprünge verzeichnen. In der Schweiz unterliegen Bitcoin der Vermögenssteuer und müssen im Guthaben- und Wertschrifteverzeichnis als «übrige Guthaben» aufgeführt werden. «Es ist also wichtig, dass sich Personen, die Kryptowährungen besitzen, vor Ende Jahr Gedanken machen, wie sie diese deklarieren», sagt Lampert. Da es zum Jahreswechsel nicht wie bei der Bank einen Kontoauszug gibt, empfiehlt Lampert, den Ende Jahr aktuellen Wert mittels Printscreen festzuhalten und später der Steuerverwaltung anzugeben.
Wer im grösseren Stil mit Kryptowährungen handelt und keine oder nur ungenaue Angaben machen kann, der sollte laut Lampert mit einer Steuerberatung oder der Steuerverwaltung Kontakt aufnehmen, um zu klären ob eine Steuerpflicht für diese Erträge gegeben ist. Wichtig sei, dass man nicht untätig bleibe: «Wer Einkommen oder Vermögen in Kryptowährungen in der Steuererklärung nicht ausweist, der begeht Steuerbetrug.»
(bu)

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