Steuerstreit
Steuerstreit: Wenn schon, dann alle Banken

Bei einer Globallösung im Steuerstreit mit den USA sollen alle Banken einbezogen werden. Insgesamt würde das rund 310 Institute betreffen. Und nicht 80 bis 90 Banken, wie es in der Sonntagpresse genannt wurde.

Matthias Niklowitz
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US-Steuerbehörde IRS

US-Steuerbehörde IRS

Keystone

Im Steuerstreit mit den USA geht es bei der angestrebten Globallösung um alle relevanten Banken in der Schweiz, wie Mario Tuor, Kommunikationsleiter beim Staatssekretariat für Finanzfrangen in Bern auf Anfrage sagte.

Eine Globallösung wäre deshalb nicht nur auf 80 bis 90 Banken beschränkt. Diese Zahl hatte die Zeitung «Der Sonntag» in ihrer jüngsten Ausgabe genannt.

Offen ist laut Tuor, wann man sich mit den USA einigen wird. Das liesse sich auch nicht abschätzen, denn oft würden kleine Details in Verhandlungen ungeplante Verzögerungen bewirken.

Im Visier der US-Justiz sind bisher - je nach Zählweise - elf oder dreizehn schweizerische Banken geraten. Es geht dabei um die Lieferung von Daten von US-Steuersündern. Mitte Februar hatte der Bundesrat mitgeteilt, das Facta-Abkommen mit den USA zu unterzeichnen und in die Vernehmlassung zu schicken. Sollte dieses Vertragswerk in Kraft treten, müssen die Schweizer Banken ab Anfang 2014 die Daten von US-Bürgern den amerikanischen Steuerbehörden übermitteln. Eine solche Anfrage würde aber nicht automatisch beantwortet werden. Erforderlich ist die Zustimmung des Kunden oder das Vorliegen einer Gruppenanfrage durch die US-Steuerbehörden.