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Stille Machtkämpfe

Beispiel 1: Reorganisationen sind ein beliebtes Mittel, um Kontrahenten loszuwerden. Ein Manager erhält ein neues Auf­gabengebiet, in dem er sich schlecht auskennt und deshalb kaum Chancen hat, schnell gute Ergebnisse zu zeigen. Oder sein Aufgabenbereich wird derart ausgedehnt, dass er unter der Last der Arbeit nur einbrechen kann. In beiden Fällen kommt nebst den betroffenen Personen auch die Firma zu Schaden.

Beispiel 2: Die Leistungsziele werden so weit hochgeschraubt, dass der Manager fast zwangsläufig versagt. Auch hier droht dem Unternehmen ein beträchtlicher Schaden. Forscher der Pennsylvania State University haben kürzlich ein grosses Telekommunikationsunternehmen unter die Lupe genommen und festgestellt, dass sich das mittlere Management etlicher fauler oder gar bösartiger Tricks bedient hatte, um unrealistischen Erwartungen scheinbar gerecht zu werden. Unter anderem haben Manager Verkäufe anderer Einheiten als die eigenen ausgegeben, Bestellungen direkt als Verkäufe ausgewiesen und dafür gesorgt, dass der Fluss an Verkaufsdaten in IT-Systemen normal aussieht.

Beispiel 3: Der Gegner wird isoliert und geschwächt, beispielsweise indem er geografisch oder thematisch von seinen engsten Vertrauten getrennt wird. Auch dafür eignen sich Reorganisationen, die dem betriebswirtschaftlichen Unternehmenszweck typischerweise nicht förderlich oder eben sogar abträglich sind. (dz)

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