Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STRAFVERFAHREN: Studhalter bleibt in Südfrankreich in Haft

Ein französisches Gericht hat am Mittwoch die Haftentlassung des Luzerner Investors Alexander Studhalter abgelehnt. Seine Anwälte reagierten konsterniert.
Alexander Studhalter, hier am Vierwaldstättersee, befindet sich in Untersuchungshaft. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 1. Dezember 2017))

Alexander Studhalter, hier am Vierwaldstättersee, befindet sich in Untersuchungshaft. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 1. Dezember 2017))

Der Entscheid des Haftgerichts wurde am Mittwochmittag in Nizza über die lokalen Medien bekannt. Studhalters Anwälte hatten hingegen keine offizielle Kenntnis von der Verlängerung der Untersuchungshaft und von der Begründung des Entscheids. «Es ist absolut schockierend, dass die Medien über den Entscheid orientiert sind, bevor der Betroffene, seine Familie und seine Anwälte vom Gericht über den Entscheid und seine Begründung in Kenntnis gesetzt werden», sagte der Zürcher Rechtsanwalt Stefan Wehrenberg auf Anfrage.

Am Dienstag habe das Haftgericht Studhalter in Anwesenheit seiner französischen Anwälte angehört. Der Entscheid sei für den frühen Mittwochmittag in Aussicht gestellt worden. Beim Eintreffen vor dem Gericht hätten die Anwälte aber die Auskunft erhalten, der Entscheid des Haftgerichts sei per Einschreiben an ihr Büro versandt worden. «Wir sind völlig konsterniert», sagte Wehrenberg. Es zeige sich einmal mehr, mit welcher Geringschätzung die französischen Behörden Studhalter behandelten. Damit würden das Untersuchungsgeheimnis, die Verteidigungsrechte und auch die Unschuldsvermutung verletzt.

Dauer der Haftverlängerung ist unklar

Unglaublich und unverständlich sei auch, dass Studhalter seit fast zwei Wochen in Haft gehalten werde und der Untersuchungsrichter in dieser Zeit weder Studhalter einvernommen noch irgendeine Konfrontation durchgeführt habe. Zur Dauer der Haftverlängerung konnte der Anwalt keine Angaben machen. Grundsätzlich dauere die Untersuchungshaft so lang, bis keine Haftgründe mehr vorlägen. In Frage kommen dabei Verdunkelungs-, Wiederholungs- und Fluchtgefahr. Im Falle von Studhalter komme keiner dieser Gründe in Betracht, sagte Wehrenberg. Nach einem mehr als dreijährigen Verfahren sei nicht einzusehen, wo die Verdunkelungsgefahr sei. Wiederholungsgefahr bestehe nicht, weil die Villa, um deren Kauf sich die Vorwürfe drehten, bereits gekauft sei. Und Fluchtgefahr kommt gemäss dem Anwalt nicht in Frage, weil Studhalter sich stets den Einvernahmen des Untersuchungsrichters gestellt habe.

Vorwurf des Steuerbetrugs und der Geldwäscherei

Der 49-jährige Luzerner war am vergangenen 12. Januar nach einer Einvernahme durch den Untersuchungsrichter in Nizza verhaftet worden (wir berichteten). Ihm wird im Zusammenhang mit dem Kauf einer Villa in Cap d’Antibes Steuerbetrug und Geldwäscherei vorgeworfen. Er soll als Strohmann für den russischen Oligarchen Suleiman Kerimow gehandelt haben. Studhalter bestreitet die Vorwürfe kategorisch. «Im vorliegenden Fall ist er das Opfer, nicht der Täter», sagte Wehrenberg. Studhalter akzeptiere nicht, wie seine Glaubwürdigkeit und sein guter Ruf absichtlich untergraben würden und werde sich weiterhin mit allen zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln gegen die falschen Anschuldigungen wehren.

bpp

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.