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STRATEGIE: 1 Milliarde Franken in fünf Jahren

Die Luzerner Kantonalbank verpasst sich für die nächsten fünf Jahre neue Finanzziele. In dieser Zeit will das Finanzinstitut auch seine Dienstleistungen vollständig ins digitale Zeitalter hieven.
BEZAHLUNG, APP, SMARTPHONE, HANDY, NATEL, BARGELDLOSES BEZAHLEN, MOBILTELEFON, BARGELDLOS, (Bild: Keystone)

BEZAHLUNG, APP, SMARTPHONE, HANDY, NATEL, BARGELDLOSES BEZAHLEN, MOBILTELEFON, BARGELDLOS, (Bild: Keystone)

Roman Schenkel

Ihre Finanzziele für die Jahre 2011 bis 2015 hat die Luzerner Kantonalbank schon vor Ablauf der Frist souverän erreicht. «Wir werden aus heutiger Sicht für die Periode 2011 bis 2015 alle finanziellen Strategieziele erreichen», sagte Verwaltungsratspräsident Mark Bachmann gestern an einer Medienkonferenz in Luzern. In allen Bereichen habe die Luzerner Hausbank Marktanteile dazugewinnen können. Den angepeilten kumulierten Unternehmensgewinn nach Steuern von 890 Millionen Franken dürfte man gar übertreffen (siehe Grafik). Bis Ende September waren bereits 847 Millionen realisiert.

«Angesichts unserer Marktführerschaft hätte sich die LUKB im angestammten Kerngeschäft auf den Lorbeeren ausruhen können», sagte CEO Daniel Salzmann. Doch gerade dies hat die Bank nicht vor. Denn die Welt – sprich die Kundenbedürfnisse – würden sich stark ändern, so Bachmann. Entsprechend gelte es, die Bank auf diese neuen Begebenheiten auszurichten. Für die Jahre 2016 bis 2020 hat sich die LUKB neue strategische Ziele gesetzt. Der Name «2020@LUKB», den die Bank ihrer neuen Strategie gegeben hat, bringt zum Ausdruck, wo man die grossen Veränderungen ortet: in der Digitalisierung des Bankgeschäfts. «Wir wollen in den nächsten fünf Jahren die Bank zu einer digitalen Universalbank transformieren», sagt Bachmann.

Crowdfunding, Onlinehypotheken

Dafür investiert das Finanzinstitut kräftig in die Digitalisierung seiner Prozesse. Mindestens jene 15 Millionen Franken, welche die LUKB im vergangenen Jahr aus dem Verkauf ihres Anteils an der Swisscanto gelöst hatte, werden dafür eingesetzt, sagte CEO Daniel Salzmann. In den nächsten fünf Jahren wird die Kantonalbank verschiedene Onlineprojekte realisieren. Ein Schwerpunkt liegt beispielsweise in bankeigenen Community-Plattformen. Mittels Crowdfunding können künftig Unternehmen Unterstützung für die Finanzierung ihrer Projekte suchen. Beim Crowdvoting will die LUKB 2016 einen neuartigen Anlagefonds auflegen, bei dem die Gewichtung der im Fonds enthaltenen Titel von einer Internet-Community mitbestimmt wird.

Zudem wird im Juni 2016 ein neues Onlinebanking eingeführt. «Und wir werden wesentliche Prozesse digital anbieten», sagte Bachmann. Beispielsweise können Kunden künftig Konten eröffnen, ohne je eine Bankfiliale für eine Unterschrift aufsuchen zu müssen. Auch Onlinehypotheken will man gegen Ende der Strategieperiode 2016–2020 anbieten.

Investitionen mit Risiko verbunden

Laut Mark Bachmann ist es bei Onlineprojekten schwierig, vorab abzusehen, wo man am Ende landen wird (siehe Interview unten). Daniel Salzmann erklärt dies am Beispiel der mobilen Bezahl-App Paymit, welche die Luzerner Kantonalbank ab 2016 anbieten wird. «Bei mobilen Bezahllösungen gibt es heute mit Paymit und Twint zwei ‹junge› Anbieter. Wir haben uns für Paymit entschieden, wissen aber heute noch nicht, wie unsere Kunden die Lösung akzeptieren», erklärte Salzmann. Vielleicht komme auch noch ein dritter Anbieter auf den Markt, der sich durchsetzen werde. «Das weiss man heute einfach noch nicht», so Salzmann. Investitionen in die Digitalisierung seien stets mit Risiken behaftet.

Die Umsetzung der Strategie dürfte sich auch auf den Personalbestand auswirken. Salzmann geht aber davon aus, dass ein Stellenabbau über die natürliche Fluktuation erreicht werden könne. «Wegen der vielen Projekte dürfe es in einer ersten Phase aber zu einem Anstieg des Personalbestandes kommen», sagte Salzmann.

Konsequente Weissgeldstrategie

Neben der Digitalisierung will die LUKB ihr Kerngeschäft als Universalbank weiterentwickeln. Durch die Lancierung umfassender Angebote im Anlagegeschäft, eines Leistungskonzepts «Vorsorgebank» für Privatkunden und eines «Kompetenzzentrums Immobilien» für professionelle Investoren soll Wachstum erzielt werden. Zudem will die Bank ihre Marktanteile in der ganzen Deutschschweiz ausbauen.

Zulegen will die Kantonalbank auch im Ausland. Besonders im Fokus stehen im Cross-Border-Geschäft Deutschland und Österreich. «Dabei nehmen wir nur steuerkonforme Gelder an», betonte Salzmann und wies darauf hin, dass künftig auch inländische Kunden, die ein Konto eröffnen wollen, ein Dokument unterzeichnen müssen, in dem sie bezeugen, dass ihre Gelder korrekt versteuert sind.

Höhere Dividende ab 2016

Mit der neuen Strategie peilt die Bank bis 2020 einen kumulierten Gesamtertrag von mindestens 950 Millionen Franken an. Vom Gewinn will das Institut neu 50 bis 60 Prozent an die Aktionäre ausschütten (2011 bis 2015 waren es 50 Prozent).

An der Börse sorgten die Ankündigungen nicht für grosse Bewegungen. In einem leicht positiven Markt verlor die LUKB-Aktie 0,2 Prozent.

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