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STROMMARKT: CKW mit einem guten Ergebnis im rauen Markt

Die CKW verkaufen weniger Strom und verbessern dennoch das Geschäftsergebnis. Das ist ein Zeichen für die Transformation des Marktes. Der abtretende CEO Felix Graf zeigt sich wehmütig.
Raphael Bühlmann
Nicht nur Strom: eine Baustelle in Rathausen mit einem Elektroinstallateur der CKW. (Bild: Pius Amrein (27. August 2015))

Nicht nur Strom: eine Baustelle in Rathausen mit einem Elektroinstallateur der CKW. (Bild: Pius Amrein (27. August 2015))

Raphael Bühlmann

Auch in turbulenten Zeiten beweist die Centralschweizerische Kraftwerke (CKW) AG, den richtigen Kurs eingeschlagen zu haben. Just gestern Morgen, als der Sturm Zubin eine Freileitung beschädigte und die Stromversorgung zu 3200 Haushalten kappte, luden die CKW zur Bilanz­medienkonferenz 2016/17.

Am Standort Rathausen in Emmen verriet dabei nicht nur die Unternehmensführung, dass der Strommarkt im Umbruch begriffen ist. Im Raum, der einst als Leitstelle und Herzstück des ganzen CKW-Stromnetzes fungierte, stehen heute Billardtisch und Kaffeebar. Vor dem Gebäude stellen die CKW ihren Mitarbeitenden 70 Elektrofahrzeuge zur Verfügung – die grösste E-Flotte der Schweiz. Dazu haben die CKW auch ihre Dachmarke erneuert. «Es gibt unglaubliche Umbrüche», fasste CKW-Chef Felix Graf das Offensichtliche zusammen. Er dürfte mit der Aussage seine berufliche Zukunft gleich mit eingeschlossen haben. Graf, der seit 2014 CKW-Chef ist, wird die Strombranche verlassen und ab Juni 2018 die Geschicke der NZZ-Mediengruppe, zu der auch die «Luzerner Zeitung» und ihre Regionalaus­gaben gehören, verantworten (Ausgabe vom 30. November).

Und so konstatierte Graf gestern, dass er mit einem weinenden Auge vor die versammelten Medien trete. Immerhin durfte der CEO bei seiner letzten Bilanzmedienkonferenz ein erfreuliches Geschäftsergebnis präsentieren.

Die CKW gehen nicht auf Einkaufstour

Progressiv sei man sie angegangen, die Transformation hin zum digitalen Energiemarkt. Dazu nötig gewesen seien unter anderem Mut und Entschlossenheit, in neue Geschäftsmodelle zu investieren. Zu dieser Diversifizierung passt, dass die CKW immer mehr mit Spezialisten zusammenspannen. So erfolgte etwa jüngst die Übernahme der Elektro-Fürst Holding AG, die per Anfang 2018 in die CKW-Gruppe integriert werden wird. Ein Profi in Sachen Gebäudetechnik. Man sei allerdings keineswegs auf Einkaufstour, relativierte Graf gestern. Partnerschaften kämen nur dann zu Stande, wenn Kultur und Philosophie zusammenpassten.

Ausserdem sei man heute der konsequenten Orientierung am Kundenmarkt verpflichtet. Eine solche Haltung scheint auch in Zukunft nötig, um den eingeschlagenen Wandel vom Monopolisten zum Dienstleister weiter voran­zutreiben und dabei das Kern­geschäft nicht aus den Augen zu verlieren. Ein Versprechen, dem man zumindest gestern nachzukommen schien. Am Ende der Medienkonferenz in Rathausen waren die durch den Sturm verursachten Stromausfälle behoben.

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