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Kommentar

Subventionsgezerre der Schweizer Skigebiete geht von neuem los

Für den Winter werden steigende Gästezahlen prognostiziert. Der Anstieg ist allerdings zu klein, um die angespannte Situation in den Schweizer Skigebieten zu beruhigen.
Roman Schenkel
Roman Schenkel

Roman Schenkel

Im Gegensatz zu den Städten, wo die Zahl der Touristen seit Jahren steigt, hat der alpine Wintertourismus in der Schweiz eine Schrumpfkur hinter sich. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Skifahrer auf Schweizer Pisten stark zurückgegangen. Zum einen weil sich immer weniger Leute überhaupt die Skischuhe anschnallen, zum anderen aber auch, weil die Zahl westeuropäischer Gäste in Österreich stark nach oben ging.

Vorab der starke Franken hat viele davon abgehalten, in der Schweiz Ferien zu machen. Unsere Nachbarn lockten zudem mit modernen Anlagen und Hotels, breiten Pisten und viel gelobten Gastgebern. Da konnte selbst ein beträchtlicher Teil des Schweizer Skivolks nicht widerstehen. Immerhin: Im bevorstehenden Winter scheinen die österreichischen Skiregionen nicht mehr den gleich starken Sog auszuüben. Es wird mit einem weiteren Anstieg der Gästezahlen in unseren Bergen gerechnet. Eine Trendwende ist das aber noch nicht. Konjunktursorgen trüben die Aussichten, auch ist der Franken jüngst wieder erstarkt.

Unter dem Strich ist der prognostizierte Anstieg aber vor allem zu klein, als dass nun alle Bergbahnen und Hotels in den Alpen beruhigt der Zukunft entgegenblicken könnten. Denn trotz einer höheren Gästezahl haben viele Berggebiete Mühe, Investitionen in die Infrastruktur aus eigener Kraft zu stemmen. Das Gezerre um Subventionen der öffentlichen Hand dürfte noch stärker werden.

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