Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SURSEE: Calida gewinnt Marktanteile

In den Kleiderläden in der Schweiz, in Frankreich sowie Deutschland laufen die Geschäfte mässig gut. Die Calida-Gruppe aber legte in ihren eigenen Shops zu und steigerte den Gewinn. Noch besser lief es im Online-Geschäft.
Rainer Rickenbach
Calida-Konzernchef Reiner Pichler (links) und der abtretende Finanzchef Thomas Stöcklin an der gestrigen Bilanzmedienkonferenz in Zürich. (Bild: Corinne Glanzmann (Zürich, 5. März 2018))

Calida-Konzernchef Reiner Pichler (links) und der abtretende Finanzchef Thomas Stöcklin an der gestrigen Bilanzmedienkonferenz in Zürich. (Bild: Corinne Glanzmann (Zürich, 5. März 2018))

Rainer Rickenbach

In Frankreich sackten die Umsätze in den Kleiderläden im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent ab. In Deutschland und der Schweiz fiel der Rückgang zwar etwas weniger heftig aus, doch mit über einem Prozent waren die Minuszahlen auch dort recht deutlich. Die drei Länder bilden die Kernmärkte der Calida-Gruppe, mehr als drei Viertel ihres Umsatzes entfällt auf sie.

Gegen den Trend gelang es Calida, im herkömmlichen Ladengeschäft 2017 leicht zuzulegen. «Es war ein gutes Jahr. Die Calida-Gruppe schnitt besser ab als der Gesamtmarkt», sagte CEO Reiner Pichler gestern an der Bilanzmedienkonferenz.

Calida holt im Onlinehandel auf

Im Grosshandel und in den Outletläden hingegen musste auch Calida Haare lassen. Und das Umsatzwachstum in den Ladengeschäften blieb hinter dem Wert von 2016 zurück. Das machte indes der Onlineverkauf zu einem schönen Teil wett. Pichler: «Das starke Wachstum unseres Onlinehandels gehört zu den wichtigsten Entwicklungen des vergangenen Jahres.» Die Onlineumsätze sind in der Tat nach oben geschossen: Sie legten 2017 um 130 Prozent zu. Online macht inzwischen mehr als 8 Prozent des Gesamtumsatzes aus – das ist mehr als doppelt so viel wie noch 2016. Gemäss Pichler dürfte der Online­anteil in diesem Jahr auf eine zweistellige Prozentzahl klettern. Lange Zeit hinkte Calida im Onlinegeschäft der Konkurrenz hinterher. Nun holen die Surseer auf. In der europäischen Kleider­branche entfällt fast ein Zehntel der Verkäufe auf E-Commerce.

Zugelegt hat der Onlineverkauf von Kleidern und Gartenmöbeln zwar auch auf den eigenen Markenportalen. Zum Durchbruch im Internetverkauf verhalf indes Reich Online, ein deutscher Internethändler, den Calida vor einem Jahr für eine zweistellige Millionensumme übernommen hatte. Der deutsche Mehrmarken-Wäscheshop (onmyskin.de) beschäftigte vor der Übernahme 75 Mitarbeiter und erzielte einem Jahresumsatz von 14 Millionen Euro (rund 16 Millionen Franken). Die zunehmende Bedeutung des Onlinegeschäftes spiegelt sich auch in den Gewinnbeiträgen der verschiedenen Verkaufskanäle wider: Vor zwei Jahren trug der Verkauf übers Internet 3,8 Prozent zum Gewinn bei, im vergangenen Jahr waren es bereits 8,9 Prozent. Der Gruppenumsatz stieg im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 380,6 Millionen Franken, der Unternehmensgewinn sogar um 14,3 Prozent auf 16,9 Millionen Franken. Im Vorjahr hatten noch Restrukturierungen den Gewinn beeinträchtigt. Die Dividende bleibt bei 80 Rappen pro Aktie. Die Mitarbeiterzahl lag bei 2936 Personen.

Die Marke Calida legte um 2,4 Prozent zu, der Nettoumsatz stieg auf 133,8 Millionen Franken. Über 40 Prozent des Umsatzes erzielt die nach wie vor umsatzstärkste Marke der Gruppe in der Schweiz. Die rentabelste Sparte ist indes Lafuma Mobilier. Die auf Garten- und Campingmöbel spezialisierte Marke soll internationalisiert und in neuen Märkten lanciert werden. Die Marken Aubade (Damenunterwäsche) und Oxbow (Freizeitkleider und -gegenstände) verkauften mehr Produkte als im Vorjahr. Einen Rückschlag musste Millet (Bergsport-Bekleidung) hinnehmen, der Umsatz ging um 6,4 Prozent zurück. Hauptursache dafür waren Restrukturierungsmassnahmen, die unter anderem Einschnitte bei der Vertriebsorganisation mit sich brachten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.