SURSEE: Verdacht auf Lohndumping

Auf einer Baustelle der Ramseier Suisse AG in Sursee sollen massiv tiefe Löhne für polnische Arbeiter bezahlt worden sein. Diesen Vorwurf erhebt die Gewerkschaft Unia.

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Ein Kontrolleur prüft auf einer Baustelle die Arbeitsbewilligung (Symbolbild). (Bild Keystone / Gaetan Bally)

Ein Kontrolleur prüft auf einer Baustelle die Arbeitsbewilligung (Symbolbild). (Bild Keystone / Gaetan Bally)

Die Arbeitskräfte seien Teil eines polnischen Subunternehmens, das im Auftrag einer deutschen Firma auf der Baustelle arbeitet, um eine neue Abfüllanlage zu installieren, wie Radio Pilatus am Donnerstagabend berichtete.

Ramseier geht dem Vorwurf nach

Dokumente, welche Radio Pilatus vorliegen, belegen den Fall von Lohndumping bei mindestens einem polnischen Arbeiter. Dieser hatte im Dezember für eine Arbeitszeit von 84 Stunden umgerechnet einen Lohn von 294 Franken erhalten. Dies entspricht 3.50 Franken pro Stunde und somit dem Mindestlohn in Polen. Wie die Unia gegenüber Radio Pilatus erklärte, sollen insgesamt mindestens zehn Polen des Subunternehmens vom Lohndumping auf der Ramseier-Baustelle in Sursee betroffen sein.

Ramseier selbst hatte bislang keine Kenntnis von Dumpinglöhnen auf der Baustelle. Das Unternehmen will den Fall nun mit den beteiligten Firmen am kommenden Montag besprechen.

mim