Airline
Suters Carpatair fliegt neu unter Gläubigerschutz

Der Verdrängungskampf in der Flugbranche fordert immer wieder neue Opfer. Jetzt ist die rumänische Carpatair dran, die sich vergangene Woche unter Gläubigerschutz geflüchtet hatte. Sie fliegt derzeit nur noch die Linie Chisinau–Venedig.

Merken
Drucken
Teilen
Carpatair hat Insolvenz angemeldet

Carpatair hat Insolvenz angemeldet

bz/Archiv

Die Nischen-Airline, die gerade mal vier Jets betreibt, wäre nicht der Rede wert, wenn nicht der Schweizer Unternehmer und Crossair-Gründer Moritz Suter zu ihren Initianten und Investoren gehörte. Gemäss Medienberichten hatte er im Jahr 2000 zusammen mit anderen Investoren wie Michael Pieper (Küchenbauer Franke), Ingvar Kamprad (Ikea-Gründer) und Alfred Wiederkehr (Crossair-Investor der ersten Stunde) Carpatair finanziert. Gemäss «20 Minuten» ist Suter allerdings vor zwei Jahren aus dem Verwaltungsrat der Carpatair zurückgetreten. Wie viel Geld er noch in der Firma hat, wollte er nicht sagen. Carpatair betrieb bis Sommer 2013 einige Saab 2000 aus den Beständen der Crossair.

Carpatair liegt nach eigenen Angaben in einem Rechtsstreit mit dem Flughafen der rumänischen Stadt Timisoara und dem Konkurrenten Wizz Air, die sich in Timisoara erfolgreich breitgemacht hatte. Carpatair hat die europäische Wettbewerbsbehörde aufgerufen. Wizz Air fliegt übrigens auch den Flughafen Basel-Mülhausen an, ab Belgrad (Serbien), Tuzla (Bosnien) und Skopje (Mazedonien). (STS)