Fliegen
Swiss: Hunderte gestrandete Passagiere wegen neuer Nachtflugsperre

625 Swiss-Passagiere von vier Flügen waren bisher Opfer der neuen Nachtflugsperre. Seit Ende Juli gilt die verlängerte Nachtflugsperre am Flughafen Zürich. Anstatt um 24 Uhr wird der Betrieb bereits um 23 Uhr eingestellt. Verspätungsflüge sind bis 23

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Gestrandete Passagiere

Gestrandete Passagiere

Keystone

Verspätungsflüge sind bis 23.30 möglich. Swiss-Chef Harry Hohmeister warnte schon früh, der Flughafen würde deshalb zu einem «Stehhafen». Nun, zwei Monate nach Inkraftsetzung der neuen Regelung zeigt sich: Hohmeisters Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten, wie die Zeitung "Der Sonntag" berichtet.Laut Swiss-Sprecherin Sonja Ptassek waren bisher 625 Passagiere von vier Flügen Opfer der neuen Nachtflugsperre: 307 Passagiere haben ihren Anschlussflug verpasst und mussten in Hotels untergebracht werden. Weitere 318 Passagiere wurden mit Ersatzbussen oder Ersatzflugzeugen weitertransportiert. Bei Air Berlin mussten 128 Passagiere eine zusätzliche Nacht in Catania (It) verbringen, da ihre Maschine wegen Verspätung erst nach 23.30 in Zürich gelandet wäre. Laut Flughafen-Zürich-Sprecher Marc Rauch fielen zudem zwei Flüge der spanischen Iberia sowie einer der portugiesischen Tap und der spanischen Vueling der verlängerten Nachtflugsperre zum Opfer. Insgesamt macht dies mindestens 1000 betroffene Passagiere. Für die Airlines bedeutet dies Zusatzkosten: Sie müssen für die Hotelübernachtungen und den Ersatztransport aufkommen. In vier Fällen drückte der Flughafen jedoch ein Auge zu: Zwei Flüge der Air Berlin sowie einer der Swiss und der Edelweiss landeten nach 23.30 Uhr. Ihre Ankunft hatte sich wegen schlechten Wetters oder Streiks verspätet. Der Flughafen erteilte ihnen eine Ausnahmebewilligung – zum Ärger der Flughafenanwohner. (rsn)