Swiss-Piloten schlagen Alarm: "Müssen jetzt rausfinden, was Sache ist!"

Das Grounding der C-Series-Maschinen versetzt die erfolgreiche Lufthansa-Tochter in den Krisenmodus. Nun äussert sich die Cockpit-Crew.

Benjamin Weinmann
Drucken
Teilen
Sorgenkind der Swiss: C-Series. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Sorgenkind der Swiss: C-Series. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die Swiss groundet sämtliche 29 C-Series-Maschinen wegen Triebwerksproblemen. Vereinzelte Flüge werden laut einer Firmensprecherin auf Anfrage von CH Media noch durchgeführt. Sobald sie in Genf oder Zürich landen, bleiben sie am Boden. Dann werden sie einer vier- bis fünfstündigen Inspektion unterzogen, wie die Sprecherin sagt. Erst wenn diese positiv verlaufen, dürfen sie wieder abheben.

Thomas Steffen, Sprecher des Swiss-Pilotenverbandes Aeropers. (Bild: Aeropers)

Thomas Steffen, Sprecher des Swiss-Pilotenverbandes Aeropers. (Bild: Aeropers)

Der Swiss-Pilotenverband Aeropers beobachtet die Situation genau, wie Sprecher Thomas Steffen gegenüber CH Media erklärt. "Man muss jetzt rausfinden, was Sache ist." Man stehe hinter der Sicherheitsmassnahme der Swiss. "Das ist auf jeden Fall sinnvoll", sagt Steffen.

Nervosität oder Angst herrsche bei den Swiss-Piloten derzeit nicht. Dafür nimmt der Verbandssprecher den US-Lieferanten in die Pflicht: "Wir hoffen natürlich auf eine baldige Auflösung vom Triebwerkhersteller Pratt & Whitney."

Swiss-Flieger muss wegen Triebwerkschaden in Paris notlanden

Ein Flugzeug der Swiss mit 121 Menschen an Bord hat am späten Donnerstagnachmittag wegen eines defekten Triebwerks ausserplanmässig in Paris landen müssen. Die 116 Passagiere und fünf Crewmitglieder konnten den Flieger des Typs A220-300 sicher verlassen.