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Swiss tankt in Oslo Bio

Biotreibstoffe werden bisher vor allem aus Algen, Leindotter und der Jatropha-Pflanze hergestellt, die auch als Purgiernuss bekannt ist. Die uralten Kulturpflanzen Leindotter und Jatropha wachsen auf sehr kargen Böden und kommen mit wenig Regen aus. Daher nehmen sie genau wie Algen keine Fläche für Nahrungsmittel weg.

Der Flächenverbrauch für dieses Biokerosin kann aber riesig sein: Für den Kerosindurst seiner mehr als 100 Jets müsste allein Air New Zealand 10 Prozent der Fläche Neuseelands mit Jatropha bepflanzen, haben die Manager dieser Fluggesellschaft ausgerechnet. Mit Biokerosin aus einer einzigen Pflanze aber dürfte das kaum möglich sein. Daher untersucht Air New Zealand verschiedene Biotreibstoffe, die zum Beispiel auch aus Algen hergestellt werden, die in Kläranlagen wachsen und von dort entfernt werden müssen.

Farnesan umgeht dieses Problem, weil es von Mikroorganismen in Bioreaktoren aus Zucker hergestellt wird. Zunächst wurde Zuckerrohr als Futter verwendet, ein Lufthansa-Jet flog erstmalig im September 2014 mit einer zehnprozentigen Farnesan-Beimischung von Frankfurt nach Berlin. Längerfristig sollen die Mikroorganismen allerdings mit Stroh und Holzschnitzeln gefüttert werden.

Die Lufthansa und mit ihr auch die Swiss betankt seit dem 22. Januar 2016 alle Flugzeuge der Gesellschaft auf dem Flughafen Oslo mit einer Biokerosin­mischung. Damit sind Lufthansa und Swiss die ersten Fluggesellschaften, die einen regulären Beschaffungsvertrag für Biokerosin unterzeichnet haben. (RHK)

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