Telefonie

Swisscom wagt den Blick in die Handy-Zukunft

Der blaue Riese lud zum Innovationstag nach Bern und zeigte, wie wir vielleicht bald kommunizieren werden. «Augmented Reality» heisst die Technik der Zukunft.

Sven Millischer
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Geht es nach den Vorstellungen der Swisscom-Ingenieure, halten wir das Mobiltelefon in Zukunft auf Augenhöhe, wenn uns der Magen knurrt und wir in einer fremden Stadt ein Restaurant suchen. «Augmented Reality» heisst die Technik, bei der das Kamerabild eines Handys mit Informationen über umliegende Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und dergleichen überlagert wird.

Erweiterte Realität auf Vormarsch

Auch als interaktiver Museumsführer dürfte das Mobiltelefon künftig in Ausstellungsräumen Einzug halten und zu jedem Monet oder Picasso ortsbasiert viel Zusatzwissen bereithalten. Bereits sind erste Anwendungen auf dem Markt. Doch das soll erst der Anfang sein, denn Augmented Reality wird sich künftig vom Mobiltelefon lösen und ganz unterschiedliche Gegenstände informatisieren. Hierzu zeigte der Telekomriese gleich zwei mögliche Anwendungen. Eine mit Kamera und Beamer aufgerüstete Bürolampe, die Gesten und Gegenstände erkennt, bildet dabei die technische Basis. Hält nun jemand seinen Handrücken unter die Lampe, projiziert ein Beamer die Uhrzeit auf die Haut. Und wer beispielsweise seinen Skipass in den Lichtkegel stellt, dessen Computer verbindet sich automatisch mit der Website des betreffenden Wintersportortes.

Dass virtuelle und reale Welt zusehends miteinander verschmelzen, zeigt auch das digitale Schaufenster, welches der US-Chiphersteller Intel in Bern präsentierte. Selbst nach Ladenschluss können sich Passanten auf dem transparenten und berührungsempfindlichen Display über neuste Angebote informieren, Produkte reservieren oder – falls erhältlich – einen Rabattcoupon aufs Handy herunterladen.