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Tabakkonzerne setzen auf E-Zigaretten

Vermehrt greifen Raucher zu E-Zigaretten anstelle zur herkömmlichen Zigarette. Deswegen setzen auch die Anbieter auf solche Alternativprodukte.
Rainer Rickenbach
Die neue Dampfzigarette von JTI. (Bild: Screenshot JTI)

Die neue Dampfzigarette von JTI. (Bild: Screenshot JTI)

Etwa 6 bis 7 Prozent der Kunden von British American Tobacco (BAT) rauchen nicht herkömmliche Tabakzigaretten, sondern saugen Nikotin aus E-Zigaretten ein oder schieben sich Kautabak in den Mund («Snus»). «Ihr Anteil wächst pro Jahr um 1 bis 2 Prozent. Es handelt sich nicht um eine Revolution, sondern um eine Evolution», sagte Mads Larsen, General Manager von BAT Schweiz, am Mittwoch an einem Medienanlass. Der anglo-amerikanische Konzern ist weltweit und auch in der Schweiz nach Philip Morris die Nummer zwei der Branche. Sein Sortiment umfasst Marken wie Kent, Lucky Strike, Dunhill, Parisienne, Mary Long, Marocaine und Select.

JTI mit neuer E-Zigarette auf dem Markt

Bei Japan Tobacco International (JTI), der Nummer drei der Branche mit Produktionsstätte in Dagmersellen, liegt der Anteil von E-Zigaretten und weiteren Dampfprodukten im tiefen einstelligen Prozentbereich. Die bekanntesten Tabakmarken des Konzerns sind Camel und Winston. «Wir sehen eine starke Zunahme der Nachfrage nach Alternativprodukten wie E-Zigaretten. Verglichen mit herkömmlichen Zigaretten bewegt sich ihr Anteil allerdings auf einem immer noch sehr tiefen Niveau», sagt Mediensprecher Kevin Suter. Nach Grossbritannien lanciert JTI die neu entwickelte Dampfzigarette Logic Compact nun auch in der Schweiz. Sie ist der erfolgreichen US-Marke Juul nachempfunden, die auf ihrem Heimmarkt bei den Alternativen zu den Glimmstängeln einen Marktanteil von 70 Prozent erreicht hat und im vergangenen Jahr auch den Schweizer Markt zu beackern begann.

In Grossbritannien liegt der Marktanteil von Alternativprodukten bereits bei 30 Prozent. «Die britische Regierung steht dem Aufschwung der E-Zigaretten nicht im Weg, weil diese weniger gesundheitsschädigend sind als Tabakzigaretten», sagte Larsen von BAT. Die Schweiz erhält in absehbarer Zeit ein neues Tabakgesetz, in dem auch die neuen Erzeugnisse der Tabakkonzerne geregelt werden. Im Mittelpunkt steht dabei der Jugendschutz: Gemäss einer Umfrage der Organisation Sucht Schweiz hat rund die Hälfte der 15-Jährigen Erfahrung mit E-Zigaretten gesammelt.

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