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Takeda schliesst Zuger Standort – 500 Jobs verschwinden

180 bis 190 Stellen in der Stadt Zug werden komplett gestrichen. Die restlichen Angestellten sollen künftig im zürcherischen Opfikon arbeiten.
Maurizio Minetti
Takeda gibt den Standort Zug auf. Durch die Zusammenlegung zweier Firmenzentralen in Opfikon in Zürich fallen bis zu 280 Stellen weg. (Bild: Takeda)

Takeda gibt den Standort Zug auf. Durch die Zusammenlegung zweier Firmenzentralen in Opfikon in Zürich fallen bis zu 280 Stellen weg. (Bild: Takeda)

Ende Jahr ist Schluss. Bis dann werden die rund 500 Angestellten von Takeda am Zählerweg 10 in der Stadt Zug den Standort verlassen haben. Der japanische Pharmakonzern hatte erst Anfang Jahr den irischen Konkurrenten Shire für 62 Milliarden Dollar übernommen und wenige Monate später bekannt gegeben, dass der heute noch bestehende internationale Hauptsitz von Shire in Zug geschlossen werden soll. Am vergangenen Montag ist nun das Konsultationsverfahren mit den Arbeitnehmervertretern angelaufen. Es dauert noch bis zum 27. Mai.

Gemäss den Plänen von Takeda sollen von den 500 Stellen in Zug 180 bis 190 komplett gestrichen werden. Die restlichen Jobs werden nach Opfikon ZH verlagert. Ein Takeda-Sprecher bestätigte am Freitag eine entsprechende Meldung der NZZ. Er wies darauf hin, dass das Verfahren noch nicht abgeschlossen sei und es sich bei den Zahlen um Schätzungen handle. Auch am Europasitz von Takeda in Opfikon fallen voraussichtlich 80 bis 90 von ebenfalls rund 500 Arbeitsplätzen weg. Damit streicht das Unternehmen schweizweit bis zu 280 Jobs. Für die betroffenen Mitarbeiter soll es einen Sozialplan geben. Zudem sollen ihnen wenn möglich alternative Stellen im Konzern angeboten werden.

Neben Zug und Opfikon ist Takeda in der Schweiz noch mit Standorten in Neuenburg und in Pfäffikon SZ vertreten. Diese sind laut einem Sprecher nicht vom Stellenabbau betroffen. In Pfäffikon beschäftigt Takeda rund 50 Personen.

«Jetzt ist es mal auf die andere Seite gekippt»

Im Frühjahr begründete Takeda den Schritt damit, dass man die Organisation «vereinfachen und verschlanken» wolle. Der Entscheid, den Zürcher Standort auszubauen, sei aufgrund der Nähe zum Flughafen und wegen des Life-Science-Clusters im Grossraum Zürich gefallen. Am Freitag sagte ein Takeda-Sprecher auf Anfrage, verschiedene Gründe seien ausschlaggebend gewesen. Zürich sei am besten geeignet, um die langfristigen Wachstumspläne des Unternehmens in Europa zu unterstützen.

Bernhard Neidhart, Leiter des Zuger Amts für Wirtschaft und Arbeit, hatte bereits im März im Gespräch mit unserer Zeitung gesagt, man müsse den unternehmerischen Entscheid akzeptieren: «Das ist eben auch Teil der Wirtschaft. Oft haben wir profitiert, jetzt ist es mal auf die andere Seite gekippt.» Die Zuger Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut äusserte am Freitag ihr Bedauern. «Wir sind aber überzeugt, dass wir nach wie vor gute Rahmenbedingungen für Unternehmen im Kanton Zug anbieten», ergänzte sie.

Shire hatte den Zuger Sitz erst 2014 eröffnet. Heute zählt das Unternehmen zu den grössten Arbeitgebern im Kanton. Takeda entwickelt vor allem Medikamente gegen Krebs, für den Verdauungstrakt, das Nervensystem und gegen seltene Krankheiten.

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