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Tamedia und Christian Constantin prüfen einen «Le Matin Sports»

Für einen Teil der Mitarbeitenden von «Le Matin», der Ende Juli zum letzten Mal erscheinen soll, gibt es möglicherweise Hoffnung: Tamedia und Christian Constantin, der Präsident des FC Sion, prüfen ein gemeinsames Projekt: Die gedruckte Zeitschrift «Le Matin Sports».
Christian Constantin, Präsident des FC Sion. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Christian Constantin, Präsident des FC Sion. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

(sda)

Die neue Zeitschrift würde 18 Mal im Jahr mit einer Auflage von 100'000 Exemplaren erscheinen, teilte das Zürcher Medienhaus Tamedia am Montag mit. Der Verlag betont jedoch, dass er die Marke «Le Matin» nicht verkaufen werde.

Im Moment will Tamedia noch keinerlei Angaben zu Budget, Zeitplan oder Auswirkungen auf das Personal machen. Der Verlag habe die Situation «klären» wollen, nachdem in der vergangenen Woche Gerüchte aufgekommen seien, hiess es am Montag beim Pressedienst von Tamedia auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA.

Zwei Optionen werden in Betracht gezogen: Bei der ersten würde Constantin das gesamte Projekt leiten und auch die verlegerische Linie vorgeben, während Tamedia die redaktionellen Leistungen erbringen würde. Das Medienunternehmen würde die Marke zur Verfügung stellen und die Zeitschrift drucken.

Treffen mit Supino

Bei der zweiten Variante wäre Tamedia für die Verlagsleitung zuständig. Constantin wiederum würde die nötigen Sponsorengelder auftreiben, um den Titel zu finanzieren. «Wir sind noch im Projektstadium, alles ist noch ganz frisch», sagte Tamedia-Sprecher Patrick Matthey auf Anfrage.

Die Idee sei am 21. Juni in Sion entstanden bei einem Treffen zwischen Christian Constantin und Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino. Constantin war am Montag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Er liess per SMS ausrichten, dass er im Ausland weile.

Die Redaktionen von Tamedia Romandie waren am vergangenen Dienstagnachmittag in einen dreitägigen Streik getreten. Sie protestierten damit gegen die auf Ende Juli geplante Einstellung der gedruckten Ausgabe der Tageszeitung «Le Matin». 41 Mitarbeitenden droht der Verlust des Arbeitsplatzes.

Dialog wieder aufgenommen

Unter der Ägide der Waadtländer Regierungspräsidentin Nuria Gorrite (SP) haben am Montag um 14 Uhr Schlichtungsverhandlungen zwischen Vertretern des Personals und der Geschäftsführung von Tamedia begonnen. Anwesend war auch FDP-Regierungsrat Philippe Leuba, Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Innovation und Sport.

Über den Inhalt der Gespräche, die als vertraulich erklärt wurden, wollten weder der Kanton noch Tamedia informieren. Der Dialog sei wieder hergestellt, die Vermittlungsbemühungen würden in den nächsten Wochen fortgesetzt, teilte die Waadtländer Staatskanzlei lediglich mit.

In einem Gespräch mit dem Morgenjournal des Westschweizer Radios RTS sagte Gorrite, sie hoffe, dass der Verhandlungsspielraum so weit ausgedehnt werden könne, dass er über einen Sozialplan hinausgehe. Der Regierungsrat werde dem Kantonsparlament nach der Sommerpause «seine Sicht» betreffend Hilfe an die Presse präsentieren. Gorrite erwähnte dabei insbesondere Formen einer indirekten Unterstützung.

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