Gewerbe
Taxis: Preisunterschiede bis zu 37 Prozent in Schweizer Städten

Die «Schweiz am Sonntag» hat die Taxitarife in zehn Schweizer Städten verglichen. Dabei hat sich gezeigt, dass sich die Preise in den verschiedenen Ortschaften markant unterscheiden.

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Taxi-Preise unter Druck - und sehr unterschiedlich von Stadt zu Stadt.

Taxi-Preise unter Druck - und sehr unterschiedlich von Stadt zu Stadt.

Steffen Schmidt/Keystone

Steigt man in Liestal BL in ein Taxi, fährt vier Kilometer und wartet bedingt durch Rotlichter oder Stau fünf Minuten, kostet das den Fahrgast 30,85 Franken.

Dieser Preis setzt sich zusammen aus der Grundtaxe von sieben Franken, einem Kilometer-Tarif von 4,30 Franken und 1.33 Franken pro Minute Wartezeit. Zum Vergleich: Fährt man in Chur GR mit einem Taxi die gleiche Strecke, muss der Kunde nur 22,50 Franken bezahlen. In der Bündner Hauptstadt beträgt die Grundtaxe acht Franken, darin inbegriffen sind die ersten 1,4 Kilometer. Jeder weitere Kilometer kostet 3,50 Franken. Pro Minute Wartezeit wird dem Gast 1,08 Franken verrechnet. Der Preisunterschied zwischen den beiden Städten beträgt somit stolze 37 Prozent.

In Zürich macht das amerikanische Online-Unternehmen Uber dem Taxi-Gewerbe Konkurrenz. Bald wohl auch in anderen Schweizer Städten. Gemäss eigenen Angaben ist der App-Dienst Uber 30 bis 40 Prozent günstiger als ein herkömmliches Taxi. Wie ein Blick auf alte Tarifverordnungen für das Taxigewerbe deutlich macht, sind die Taxitarife in den letzten Jahren deutlich angestiegen. In Städten wie Aarau oder Basel haben die Taxifahrer die Grundtaxen seit 2007 um rund zehn Prozent erhöht.