Schlatter-Hochhaus
Top-Firmen kommen nach Schlieren

Drei namhafte Mieter wurden für das ehemalige Schlatter-Hochhaus gefunden - zwei gehören zu den Top-Adressen in der Computer-Industrie.

Sidonia Küpfer
Merken
Drucken
Teilen

Keystone

Schlieren kann einen Erfolg im schwierigen Büromarkt vermelden: Diesen Herbst ziehen drei neue Mieter in das renovierte Hochhaus Schlieren. Nach einjähriger Bauzeit und nochmals einem Jahr, in dem keine Mieter für das ehemalige Schlatter-Gebäude gefunden werden konnten, ist es nun wieder zur Hälfte vermietet. «Die Flächen mit einer bemerkenswerten Rundumsicht nach Zürich und ins Limmattal sind bereits weg», erklärt Sybilla Glutz von Colliers CRA, die im Auftrag der Axa Winterthur die Vermarktung des 12-stöckigen Hochhauses übernahm.

Chiphersteller und Elektronikriese

Die grösste Mieterin ist ST Ericsson. 1500 Quadratmeter Fläche auf drei Geschossen mietet das Unternehmen, das in der Informationstechnologie aktiv ist: ST Ericsson ist ein Halbleiterunternehmen ohne eigene Fertigungsfabriken. Das Unternehmen schreibt auf seiner Internetsite, es sei Hauptlieferant für vier der fünf führenden Mobiltelefonhersteller der Welt. Der Hauptsitz liegt in Genf, die Zürcher Niederlassung war bislang in Zürich City.

Mit LG Electronics zieht es ein Unternehmen nach Schlieren, das vielen als Hersteller von Unterhaltungselektronik bekannt sein dürfte. Die bisher in Dietikon ansässige Zweigniederlassung hatte am alten Standort Platznöte und zieht nun ins Hochhaus, wie das Unternehmen erklärte. Das dritte Unternehmen, das sich im Hochhaus Schlieren einmietet, ist die API Invest, ein Finanzunternehmen mit Sitz in Zug.

Aufbruchstimmung in Schlieren

«Der Entscheid von Sony, am Standort Schlieren zu bleiben, hat durchaus Ausstrahlung auf andere Unternehmen», stellt Sybilla Glutz fest. Hinzu komme, dass die Aufbruchstimmung, die sich in Projekten wie der Überbauung am Rietpark oder eben dem neuen Sony-Gebäude manifestiere, auch so wahrgenommen werde. Zurzeit seien nun die Ausbauarbeiten am Schlieremer Traditionsgebäude an der Brandstrasse in vollem Gange, damit die Unternehmen auch termingerecht einziehen könnten, so Glutz.