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TOURISMUS: Andermatt soll mehr als nur das «Chedi» sein

Der Urner Ferienort zieht immer mehr Gäste an. Doch zu vieles ist noch auf das «The Chedi Andermatt» ausgerichtet. Das soll sich spätestens im Herbst ändern.
Fünf-Sterne-Luxus in den Urner Alpen: Das 2003 eröffnete «Chedi» in Andermatt. (Bild: PD)

Fünf-Sterne-Luxus in den Urner Alpen: Das 2003 eröffnete «Chedi» in Andermatt. (Bild: PD)

Jens Freise mag nicht klagen. Und schon gar nicht, wenn es um Andermatt geht. Im Gegenteil. «Es läuft super. Wir sind sehr zufrieden», sagt der Vice President Marketing & Sales von Orascom Hotel Management. Das «Chedi», das Flagschiff des Urner Ferienorts, weist im fünften Jahr nach seiner Eröffnung mittlerweile eine Auslastung von 60 Prozent auf. In dieses Bild passt auch die vergangene Wintersaison. Allerdings gibt es laut Freise noch keinen Grund, die Hände in den Schoss zu legen. «Es gibt noch Steigerungsmöglichkeiten», sagt er. Und damit hat der Hotel­manager nicht in erster Linie die Auslastung im Blickfeld.

«Radisson Blu» nimmt Betrieb später auf

Andermatts grösstes Problem ist heute, dass der Urner Ferienort zu sehr von seinem Luxushotel abhängig ist. «Andermatt soll nicht mehr nur über das ‹Chedi› wahrgenommen werden, sondern als eigene Marke auftreten», sagt Freise. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung soll mit dem «Radisson Blu Andermatt» getan werden. Das zweite Hotel des Resorts nimmt seinen Betrieb wegen baulicher Verzögerungen später als geplant auf – im Oktober dieses Jahres anstatt im Sommer. Doch damit können die Verantwortlichen leben. Mit dem «Radisson Blu» steigt nicht nur das Bettenangebot in Andermatt, sondern es eröffnen sich dem Resort neue Möglichkeiten im Bereich des Kongresstourismus. Anfragen von Unternehmen insbesondere aus der Schweiz liegen bereits vor, eine Firma hat sich laut Freise gar für einen Termin im Jahre 2020 erkundigt.

Andermatt zählte im vergangenen Jahr 131'960 Hotelübernachtungen, 5,89 Prozent mehr als im Vorjahr. 60 Prozent der Gäste stammen aus der Schweiz, von den restlichen 40 Prozent sind gut die Hälfte Deutsche, Österreicher und Briten. Stark gestiegen sind aber auch die Nachfragen aus den USA, sie machen heute gut 8 Prozent der Buchungen aus. Der asiatische Markt hingegen spielt heute noch keine grosse Rolle. Dies könnte sich allerdings rasch ändern, sobald das «Chedi» in Asien mehr Nachahmer findet. Der Immobilienverkauf brachte im vergangenen Jahr 55 Millionen ein. Damit sei man zufrieden, sagt Freise, macht aber klar, dass es Luft nach oben gibt. Die Arbeit geht ihm also nicht ganz aus.

Dominik Buholzer

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