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TOURISMUS: Schweiz Tourismus lanciert neue Skiangebote

Mit «Upgrade Your Winter» will Schweiz Tourismus mehr Gäste auf die Pisten locken. Der abtretende Direktor Jürg Schmid warnt aber vor grossen Herausforderungen.
45 Wintersportler mussten aus einem Sessellift in Verbier befreit werden. (Symbolbild Keystone)

45 Wintersportler mussten aus einem Sessellift in Verbier befreit werden. (Symbolbild Keystone)

Skifahrkurs mit Erfolgsgarantie, länger gültige Tageskarten und Winterwanderrouten: Schweiz Tourismus lanciert zusammen mit den Skigebieten für diesen Winter neue Angebote, um ­wieder mehr Leute in die Berge zu ­locken. Die Vorzeichen, dass dies gelingt, sind gut. Nach drei durchzogenen Wintersaisons stehen in diesem Jahr die Zeichen für den Schweizer Wintertourismus wieder einmal auf Wachstum. So prognostiziert die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) für den Alpenraum eine Zunahme der Übernachtungszahlen um 3,7 Prozent. Damit hätten die Hotels in den Bergregionen bei den Logiernächten den Frankenschock überwunden.

Jürg Schmid, der abtretende Direktor von Schweiz Tourismus, zeigte sich an der traditionellen Wintermedienkonferenz gestern in Zürich entsprechend optimistisch. «Die Rahmenbedingungen haben sich so verbessert, dass wir von einem deutlichen Plus ausgehen können», sagte er.

Rückenwind für Wintertourismus

Dazu gehört in erster Linie ein schwächerer Franken. «Im Vergleich zum Vorjahr ist aufgrund der Abwertung des Frankens eine Tageskarte für europäische Gäste in diesem Winter 6,5 Prozent günstiger», sagte Schmid. Dazu komme die Hoffnung, dass der Schweiz beim Schnee diesmal zumindest ein durchschnittlicher Winter bevorstehe.

Das wäre für die Skigebiete gegenüber den letzten drei Jahren eine deutliche Verbesserung. Seit der Wintersaison 2014/15 war die Schneedecke jeweils mit durchschnittlich rund 14 Zentimetern im alpinen Raum über 900 Metern nicht einmal halb so dick wie im langjährigen Durchschnitt von 30 Zentimetern.

Schmid sieht für den Schweizer Wintertourismus zudem Rückenwind durch die aktuellen Gästetrends. So macht er unter anderem eine Renaissance der Nähe aus. Schweiz Tourismus hofft demnach, dass Schweizerinnen und Schweizer – aber auch die Europäerinnen und Europäer – wieder vermehrt im Inland res­pektive im nahen Ausland ihre Ferien verbringen werden.

Die Marketingorganisation des Schweizer Tourismus will dazu aber auch selbst beitragen. Unter dem Titel «Upgrade Your Winter» lanciert Schweiz Tourismus neben den üblichen Marketingmassnahmen zusammen mit der Branche unter anderem drei neue Angebote.

Der Winter wird kürzer

So sind in dieser Wintersaison in 30 Skigebieten Tageskarten bereits am Vortag ab 15 Uhr gültig. Alle Schweizer Skischulen bieten zudem neu einen dreitägigen Skikurs mit Erfolgsgarantie an. Jeder Anfänger oder jede Wieder­einsteigerin soll danach eine blaue Piste bewältigen können. Schliesslich erweitert SchweizMobil sein Angebot. Ab dem 1. Dezember sind auf der Internetplattform neben Wander-, Bike-, Skating- und Kanurouten neu auch Karten abrufbar, die Winterwanderwege, Schneeschuhtrails, Langlaufloipen und Schlittelpisten aufzeigen. In der Werbekampagne versucht Schweiz Tourismus gemäss dem diesjährigen Motto den Schweizer Winter als einen «aufgebesserten Winter» zu verkaufen. So sollen die Berge in der Schweiz höher, die Spur im Schnee tiefer und das Erlebnis intensiver sein, wie Schmid sagte. Gleichzeitig warnte er trotz besserer Aussichten vor allzu grosser Euphorie in der Branche.

So gebe es nämlich auch drei Entwicklungen, die für Hoteliers und Bergbahnen eine grosse ­Herausforderung darstellten. Die Winter würden durch den Klimawandel immer kürzer. Im Vergleich zu 1970 beginne heute der Winter 12 Tage später und ende 25 Tage früher. Zudem stagniere die Zahl der Skifahrer/-innen und die Aufenthaltsdauer werde immer kürzer. (sda)

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