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TOURISMUS: Winter verleiht TUI Frühlingsgefühle

TUI Suisse erzielt 70 Prozent seines Umsatzes mit Ferien im Sommer. Doch das Wintergeschäft wird für den Reisekonzern immer wichtiger. Und die Modernisierung der Verkaufsstellen zahlt sich aus.
Ein Maschine der TUI auf dem Flughafen in München (Archiv) (Bild: Keystone)

Ein Maschine der TUI auf dem Flughafen in München (Archiv) (Bild: Keystone)

Es brauchte ein wenig Überwindung, doch er hat es getan: TUI-Suisse-Chef Martin Wittwer wagte sich am vergangenen Wochenende auf die Bobbahn in St. Moritz. Den Schlitten hat er gleich selbst gelenkt. Ein eindrückliches Erlebnis sei dies gewesen, sagt er und meint: «Ich bin auch ein wenig stolz auf mich.»

Nun will Wittwer einen Event für sein Management im Engadin organisieren. Quasi als Belohnung für einen guten Geschäftsverlauf.

14 Prozent über dem Vorjahr

Die Anzeichen dafür sind gut. Im Wintergeschäft liegt TUI Suisse derzeit 14 Prozent über dem Vorjahr. Als Wachstumstreiber erweist sich vor allem die Langstrecke. Dies ist weiter nicht so erstaunlich, zumal das Angebot an Badedestinationen im Mittelstreckenbereich in den Wintermonaten beschränkt ist. Erstaunlich ist aber, dass sich viele Reisende erst spät entscheiden. Die Daten zum Buchungsverlauf, in die unsere Zeitung Einsicht nehmen konnte, zeigen: Der Grossteil der Geschäfte wurde erst zum Jahres­ende erzielt. Von Frühbuchungen kann also keine Rede sein. Im Gegenteil. «Es wird immer später gebucht», sagt Wittwer.

Anders präsentiert sich dies beim Sommergeschäft. Hier ist der Januar entscheidend, dann werden rund 20 Prozent des Geschäfts in trockene Tücher gebracht, oder wie es Wittwer ausdrückt: «Wenn ich im Januar geringe Umsätze erziele, dann stimmt etwas mit meinem Produkt nicht.» Denn die langjährige Erfahrung zeige: Im Januar würden vor allem Familien Ferien buchen – nicht nur weil dann das Angebot noch am grössten ist, sondern weil sie auch von Vergünstigungen profitieren. «Und wenn sie dies nicht bei uns tun, dann tun sie es bei einem unserer Mitbewerber», erklärt Wittwer. Das war heuer nicht der Fall. Der Umsatz liegt 10 Prozent über Vorjahr.

Aber von einem Frühbucherjahr will Wittwer auch beim Sommergeschäft nicht sprechen. «Der Januar ist für unsere Branche generell ein guter Monat. Da ist es falsch, wenn man von einem Frühbucherjahr spricht», sagt er und weist darauf hin, dass insbesondere bei jüngeren Kunden der Trend klar in Richtung kurzfristiger Buchungen geht: «Die wollen ihre Ferien doch nicht schon neun Monate im Voraus festlegen.» Dem gilt es laut Wittwer künftig noch viel mehr Rechnung zu tragen. Deshalb entwickelt derzeit ein Team von TUI Suisse einen Algorithmus, der künftig die Preise dynamisch festlegt. «Das soll uns helfen, dass wir genau den Preis verlangen, den der Markt bereit ist zu zahlen», erklärt Martin Wittwer.

Modernere Reisebüros bringen mehr Umsatz

TUI Suisse will mit der Einführung des neuen Preissystems neue Wege beschreiten. Dies hat man bereits bei den Reisebüros getan und ist damit nicht schlecht gefahren. Alle Verkaufsstellen, die modernisiert wurden, erzielten 7 Prozent mehr Umsatz. Deshalb will man den Umbau nun forcieren: Statt vier sollen in diesem Jahr acht Filialen modernisiert werden.

Dominik Buholzer

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