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Traumstart für Gastgeber Russland

Das Eröffnungsspiel der WM 2018 verlief ganz nach dem Gusto des Gastgebers. Gegen ein schwaches Saudi-Arabien schaffte Russland den höchsten WM-Auftaktsieg seit 1934.
Er ist der erste WM-Torschütze 2018: Juri Gasinski bringt die Russen mit einem Kopfballtreffer gegen Saudi-Arabien 1:0 in Führung. (Bild: Matthias Schrader/Keystone; Moskau, 14. Juni 2018)

Er ist der erste WM-Torschütze 2018: Juri Gasinski bringt die Russen mit einem Kopfballtreffer gegen Saudi-Arabien 1:0 in Führung. (Bild: Matthias Schrader/Keystone; Moskau, 14. Juni 2018)

(sda/jos) Eine halbe Stunde vor dem Auftaktspiel wurden die 21. WM-Endrunde im Moskauer Luschniki-Stadion in bescheidenem Umfang eröffnet. Richtig gefeiert wurde aber mit etwas Verzögerung. Gleich mit 5:0 fertigte der in den letzten Monaten gescholtene und gebeutelte WM-Gastgeber seinen ersten Gegner vor den Augen seines entzückten Präsidenten Wladimir Putin ab. "Das ist der bestmögliche Start für uns. Der Sieg im ersten Spiel ist wichtig. Wir haben uns gezielt auf den Tag vorbereitet, das war der richtige Zeitpunkt", freute sich Russlands Trainer Stanislaw Tschertschessow.

Die Russen gingen bereits mit ihrem ersten Abschlussversuch nach zwölf Minuten in Führung. Juri Gasinski verwertete eine Flanke von Alexander Golowin per Kopf. Zur Pause lagen sie mit zwei Längen vorne, nachdem Denis Tscheryschew in der 43. Minute mit einer Körpertäuschung zwei gegnerische Verteidiger hatte aussteigen lassen. Am Ende stand auch deshalb der höchste WM-Startsieg seit 1934 (7:1/Italien - USA), weil sich die Gegenwehr über das ganze Spiel im Rahmen hielt.

Zwei der fünf Treffer fielen in der Nachspielzeit, dreimal waren Einwechselspieler erfolgreich, unter ihnen Doppeltorschütze Tscheryschew, der früh für den mit einer Muskelverletzung ausgeschiedenen Alan Dsagojew ins Spiel kam und in der Nachspielzeit mit einem wunderschönen Aussenrist-Schlenzer für das optische Highlight sorgte. Den Schlusspunkt setzte Golowin per direkt verwandeltem Freistoss.

Saudi-Arabien kein Gradmesser

Der Kantersieg zerstreute fürs Erste die Zweifel, allzu viel sollten sich die viel kritisierten Russen auf den geglückten Turnierstart aber nicht einbilden. Die Saudis, als Nummer 67 im FIFA-Ranking der zweitschlechteste WM-Teilnehmer nach den Russen (70), waren in dieser Verfassung kein Gradmesser, zu limitiert traten sie am letzten Tag ihres Fastenmonats auf. "Wir haben nicht verloren, weil sie so gut, sondern weil wir so schlecht waren", bemerkte Saudi-Arabiens Trainer Juan Antonio Pizzi treffend.

Zum elften Mal in Folge blieben die Saudis in einem WM-Spiel ohne Sieg, zum neunten Mal standen sie dabei auf verlorenem Posten. Die Russen machten dagegen ihre Baisse der letzten Monate vergessen und schafften, was sie sich erhofft hatten: Sie hatten das Publikum wieder hinter sich, das sich nach sieben enttäuschenden und erfolglosen Testspielen in den letzten 240 Tagen abgewendet hatte. Schon Mitte der zweiten Halbzeit besangen die Fans ihre Sbornaja mit Sprechchören.

Ob die nach Rücktritten und Verletzungen improvisierte russische Verteidigung mit dem reaktivierten Sergej Ignaschewitsch auch höheren Aufgaben gewachsen ist, wird sich erst zeigen. Für die Russen geht es am nächsten Dienstag gegen Ägypten weiter, Saudi-Arabien trifft tags darauf auf Uruguay. Zuvor duellieren sich am Freitag Ägypten und Uruguay in der Gruppe A.

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