TRIMBACH / MALTERS: Biscuitbäcker Hug leidet unter starkem Franken

Hug hat 2015 den starken Franken, den Einkaufstourismus und den heissen Sommer zu spüren bekommen. In Malters investiert der Backwarenhersteller zudem in eine neue Produktionsanlage.

Drucken
Teilen
Werner Hug (links) und Andreas Hug in der Produktionsabteilung von Hug. (Bild: Photopress / Alexander Wagner)

Werner Hug (links) und Andreas Hug in der Produktionsabteilung von Hug. (Bild: Photopress / Alexander Wagner)

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf 110 Millionen Franken. Die Menge der in der Schweiz produzierten Backwaren ging um knapp 4 Prozent auf 8620 Tonnen zurück. Es handle sich um einen «schleichenden Konsumrückgang», teilte die HUG-Backwaren-Gruppe am Mittwoch am Wernli-Produktionsstandort Trimbach mit.

Der Konsumrückgang von Schokolade und Guetzli habe sich in der Schweiz verstärkt vorgesetzt. Die Gründe seien der lange und warme Sommer sowie der zunehmende Einkaufstourismus.

Trotz dieser Entwicklung hielt das Familienunternehmen nach eigenen Angaben den Schweizer Marktanteil - dank dem Vollkorngebäck von Dar-Vida. Ein Lichtblick für Hug ist auch die Biscuit-Marke Wernli. Der Umsatz im Ausland stieg trotz Währungsverlusten um 12 Prozent.

20 Millionen Franken für neue Produktionsanlagen

Das Familienunternehmen in der vierten Generation veröffentlichte keine Gewinnzahlen. Hug beschäftigt an den drei Standorten Malters, Willisau und Trimbach 380 Mitarbeiter.

Hug will in Malters und in Trimbach je rund 10 Millionen Franken in neue Produktionsanlagen für die Marken Wernli und Dar-Vida investieren.

Der Biscuit-Bäcker rechnet in diesem Jahr mit einem bescheidenen Wachstum. Das Unternehmen vertraut nach eigenen Angaben auf eine vernünftige Regelung der Swissness-Kriterien sowie auf eine praktikable Rohstoff-Vergünstigung für den Export.

Mehr zum Thema am 21. Januar in der Neuen LZ.

sda