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Trotz Milliardenverlust: Das Nationalbank-Ergebnis ist robust

Der Milliardenverlust im Schlussquartal der Schweizerischen Nationalbank ist weit weg von einem Rekord.
Daniel Zulauf
Die Schweizerischen Nationalbank SNB am Bundesplatz in Bern. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Die Schweizerischen Nationalbank SNB am Bundesplatz in Bern. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 15 Milliarden Franken eingefahren. Ausschlaggebend für den hohen Verlust von über sieben Milliarden Franken im Schlussquartal war der Kurseinbruch an den Aktienmärkten, wo die SNB ein Fünftel ihres Devisenbestandes investiert hat. Andere Ereignisse wirkten sich in der Vergangenheit aber weit stärker auf das Ergebnis aus. So beliefen sich die Verluste der Nationalbank in der ersten Hälfte des Jahres 2015 auf 30 Milliarden im ersten und auf 20 Milliarden Franken im zweiten Quartal. Diese enormen Verluste waren natürlich der Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15. Januar 2015 geschuldet.

Die Massnahme führte zu einer schlagartigen Aufwertung des Frankens beziehungsweise zu einer Abwertung der Fremdwährungsanlagen. Aber auch im Schlussquartal 2012 musste die Nationalbank einen Verlust von etwas mehr als 10 Milliarden Franken ausweisen. Die Hauptschuld dafür trug damals der schockartige Zerfall der japanischen Währung. In jene Zeit fällt die Wahl des japanische Regierungschefs Shinzo Abe, der ein ultraexpansive Fiskalpolitik einleitete und den Gesinnungsgenossen Haruhiko Kuroda als Notenbankchef zu etablieren wusste. Fast 13 Milliarden Franken verlor die SNB im 2. Quartal 2011. Das war die Schlussphase der erfolglosen Versuche der SNB unter ihrem damaligen Chef Philipp Hildebrand, die Frankenaufwertung durch aggressive Devisenmarktinterventionen aber ohne Euro-Mindestkurs zu verhindern. Im Schlussquartal 2010 hatte die SNB aufgrund dieser Politik fast 11 Milliarden Franken verloren. Obwohl die Notenbank damals Dollars und Euros in Milliardenhöhe kaufte stürzte der Kurs der US-Valuta von über 1,15 Franken zur Jahresmitte bis Ende 2010 auf 93 Rappen ab. Der Euro notierte zum Jahresende noch 1,25 Franken – fast 20 Prozent weniger als ein Jahr davor.

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