Uber-Fahrer sind gemäss der Suva Angestellte

Die Suva hatte Uber-Fahrer als Angestellte eingestuft. Dagegen hat der Fahrdienst-App-Anbieter Einsprache erhoben. Diese wurde abgelehnt, wie das SRF berichtet.

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Uber versucht Zuger Fahrer anzuwerben. (Bild: Stefan KaiserPHOTO)

Uber versucht Zuger Fahrer anzuwerben. (Bild: Stefan KaiserPHOTO)

Derzeit läuft eine Debatte darüber, ob die Fahrer der Online-App Uber Angestellte sind oder nicht. Der Anbieter der Fahrdienst-App sagt, die Fahrer seien Selbstständige. Die Suva hingegen stufte sie als Angestellte ein. Dagegen hat Uber Einsprache erhoben, die Suva lehnt diese ab, wie die Sendung 10vor10 des SRF am Mittwoch meldet, aufgrund eines vorliegenden «Einspracheentscheides» im Falle eines Fahrers. Die Suva entscheidet für die Sozialversicherungen, wer im Transportgewerbe selbstständig ist und wer nicht.

Die Suva befindet gemäss dem SRF in diesem Entscheid, dass zwischen dem Dienst und dem Fahrer ein Abhängigkeitsverhältnis bestehe. Denn der Fahrer müsse sämtliche Weisungen, Vorgaben und Hinweise von Uber beachten, um keine negativen Konsequenzen zu tragen. Für eine Selbstständigkeit sei zudem zentral, dass der Unternehmer den Preis und die Art der Zahlung der Dienstleistung selber bestimmen könne. Dies treffe im vorliegenden Fall aber nicht zu.

Roman Künzler von der Gewerkschaft Unia begrüsst diesen Entscheid. Er zeige «ganz deutlich, dass Uber systematisch das Sozialversicherungssystem unterhöhlt» So würden den Sozialversicherungen Millionen fehlen.«Alle Einwände, die Uber eingebracht hat – im Sinne dass ihre Leute Selbstständige sein sollten – werden klar abgeschmettert», sagt er gegenüber 10vor10.

Der Chef von Uber Schweiz Rasoul Jalali sagte in der Sendung hingegen, sie würden darauf vertrauen, dass die Schweizer Gerichte zum selben Schluss kommen würden, wie der Fahrdienst. Uber kann den Entscheid vor dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich anfechten.

pd/spe