UBS: 2500 Stellen sollen eingespart werden
UBS: 2500 Stellen sollen eingespart werden

Am Dienstag kommt Oswald Grübels grosse Stunde. Nach neun Monaten im Amt präsentiert der UBS-CEO in Zürich seine Vision, wie die UBS wieder zu einer profitablen Bank werden soll. Reputation, Integration, Exekution, so die Schlagworte. Grübel will für 20'000 Mitarbeiter eine neue Struktur und 2500 Stellen streichen.

Drucken
Teilen
gruebel.jpg

gruebel.jpg

Keystone

Die grösste UBS-interne Veränderung wird gemäss Zeitung "Sonntag" sein, dass es künftig, wie früher bei der Credit Suisse, ein starkes Corporate Center geben wird, für das 20 000 der künftig 65 000 UBS-Mitarbeiter tätig sein werden. Geleitet wird diese Einheit von Ulrich Körner, dem COO und neben Grübel mächtigsten Mann. Zu den zentralen Diensten gehören das Corporate Center, die Personalabteilung, die Informatik, das Supply Management, Gebäudeunterhalt und Administration, die Kommunikation, das Offshoring sowie die Kommunikation und die Markenführung.

Die neu strukturierte Einheit soll nicht nur dazu führen, dass Kosten und Stellen gespart werden - die Rede ist von 2500. Die Bank soll auch ihre Stärke als Universalbank ausspielen und so aus ihren Kunden mehr herausholen. Ganz entsprechend der Philosophie, dass bei den Bankern Anreize übers Portemonnaie führen, soll, wie bei der CS auch, ein Lohnsystem eingeführt werden, das Anreize für ein ganzheitliches Denken setzt. Grübels Analyse ist, dass die UBS zwar immer betont habe, sie lebe nach dem «One Bank»-Ideal, das die Integration von Investmentbanking, Asset-Management und Privatkundengeschäft vollzogen habe.

Doch effektiv habe jede der drei Einheiten nach wie vor ihren eigenen Finanzchef samt Stab sowie teilweise eigene Informatiklösungen. Dies wurde auch von der Finanzmarktaufsicht Finma kritisiert, sie sprach von fragmentierter Informatik, die praktisch zum Blindflug der Zentrale führte und mitverantwortlich war für den schlechten Zustand der Bank.

Unter dem Stichwort «Exekution» werden die Bereichsleiter sagen, wie sie ihr Geschäft künftig erfolgreicher führen wollen. Gespannt darf man auf die Ausführungen von Franco Morra sein. Er muss erklären, wie er das Schweizer Geschäft der UBS künftig führen wird. Insgesamt hofft Grübel, mit diesem Ansatz die UBS wieder zur grössten Schweizer Bank zu machen. Den Titel hat sie an der Börse verloren. Dort ist die CS 67 Milliarden, die UBS, die ursprünglich fast doppelt so gross war, nur noch 61 Milliarden wert.