UBS
UBS-Modell zur Umsetzung der Abzockerinitiative angenommen

Die Aktionäre der UBS haben dem von der Grossbank gewählten Modell zur Umsetzung der Abzockerinitiative zugestimmt. Allerdings gab es erstaunlich viele Gegenstimmen. 26,1 Prozent sprachen sich gegen die entsprechenden Statutenänderungen aus.

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Die UBS wird die Aktionäre ab 2015 jeweils über die Boni für das vergangene Jahr abstimmen lassen. (Symbolbild)

Die UBS wird die Aktionäre ab 2015 jeweils über die Boni für das vergangene Jahr abstimmen lassen. (Symbolbild)

Keystone

73,4 Prozent stimmten den neuen Statuten zu. Dass mehr als ein Viertel Nein stimmte, überrascht. Das UBS-Modell zur Umsetzung der im letzten Jahr vom Volk angenommenen Initiative fand im Vorfeld Anklang. Es entspreche dem Sinn und Geist der Abzockerinitiative, hiess es.

Die UBS wird die Aktionäre ab 2015 jeweils über die Boni für das vergangene Jahr abstimmen lassen. Über die variablen Gehaltsbestandteile wird also erst abgestimmt, wenn die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres vorliegen.

Durch dieses Vorgehen werde sichergestellt, dass die Aktionäre zum Zeitpunkt der Abstimmung wissen, ob der Bonus gerechtfertigt ist oder nicht, urteilte etwa Wirtschaftsrechtsprofessor Peter V. Kunz.

Diesen Vorteil betonte auch Verwaltungsratspräsident Axel Weber in seiner Rede vor den Aktionären: «Wir stellen uns also ihrem Urteil, ob sie die variablen Vergütungen aufgrund der Geschäftsergebnisse für gerechtfertigt halten oder nicht», sagte er an der Generalversammlung in Basel.

Die Aktionäre stimmten an der Generalversammlung ausserdem der Entlastung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung der UBS zu. Mit 87,3 Prozent der Aktionärsstimmen wurde die Décharge erteilt. 12,0 Prozent stimmten dagegen.

Credit Suisse: «Flexibles» Modell

Bei der Credit Suisse, die ihre Generalversammlung am Freitag durchführt, dürfte die Umsetzung der Abzockerinitiative für mehr Diskussionen sorgen. Die Konkurrentin der UBS legt sich in ihrem Vorschlag nicht eindeutig auf nachträgliche Abstimmungen über die Boni fest.

Stattdessen wählt die Credit Suisse ein sogenannt flexibles Modell. Der Verwaltungsrat werde jeweils bestimmen, ob die Genehmigung durch die Generalversammlung für das kommende oder für das abgelaufene Geschäftsjahr beantragt wird, teilte die Bank mit.