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UBS schickt europäische Bankaktien auf Talfahrt

Sergio Ermotti erschreckt Anleger mit ernüchternden Aussagen zum ersten Quartal.
Daniel Zulauf
Sergio Ermotti sorgte mit seinen Aussagen für Unruhe. (Bild: Wei Leng/Bloomberg)

Sergio Ermotti sorgte mit seinen Aussagen für Unruhe. (Bild: Wei Leng/Bloomberg)

UBS-Chef Sergio Ermotti hat am Mittwoch an einer Investorenkonferenz in London eine ziemlich unverblümte Warnung ausgesandt. In der Flaggschiffsparte Vermögensverwaltung lägen die Erträge in den ersten drei Monaten des Jahres 9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Darin enthalten sei ein Rückgang der transaktionsabhängigen Einnahmen, den Ermotti mit 25 Prozent bezifferte. Der CEO der grössten Schweizer Bank klagte über die Passivität der Kunden, die nach dem Börsengewitter im Herbst den Mut zu neuen Investitionen offenbar verloren haben. Noch schlechter scheint es bei der Investmentbank zu laufen. Das Fusions- und Übernahmefieber, das den Investmentbanken lukrative Beratungsmandate einbringt, sei ausserhalb der USA stark abgeklungen. Die gestiegene Risikoaversion der Finanzmarktteilnehmer habe auch die Handelsaktivitäten stark abgebremst. Im ersten Quartal 2018 waren die Erträge aus dem internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft um 5 Prozent gestiegen, was einen überproportionalen Anstieg des operativen Gewinns zur Folge hatte.

Das erste Quartal ist für die Banken typischerweise das beste im Jahr. Dementsprechend gross war am Mittwoch die Aufregung unter den Investoren. Die UBS-Aktien verloren um die 2,5 Prozent an Wert. Sie rissen nicht nur andere Schweizer Bankwerte wie Julius Bär (–4,2 Prozent) oder Credit Suisse (–3,2 Prozent), sondern den gesamten europäischen Bankensektor nach unten. Die Titel der Deutschen Bank gaben mehr als 3 Prozent nach. Der Euro-Stoxx-Bankenindex büsste gegen 1,5 Prozent ein, nachdem er in der ersten Wochenhälfte deutlich höher tendiert hatte. Ermotti sagt, die Bank werde die Ertragserosion mit weiteren Kosteneinsparungen auszugleichen versuchen.

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