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Hotel Palace: Der Umbau beginnt im September

Die Totalrenovation des Hotels Palace beginnt im Herbst. Eröffnung wird Ende 2019 sein. Bis Ende Juli nutzt das Seebadi-Team den Hotelgarten und verkauft dort Getränke und Glace.
Rainer Rickenbach
Seit März ist Peter Durrer Hoteldirektor des «Palace». (Bild: Pius Amrein; Luzern, 5. Juni 2018)

Seit März ist Peter Durrer Hoteldirektor des «Palace». (Bild: Pius Amrein; Luzern, 5. Juni 2018)

Seit wenigen Tagen stehen im Garten des altehrwürdigen Luzerner Luxushotels Palace Holztische und -bänke. Betreiber der temporären Gartenbeiz an bester Seepromenadenlage ist das Team der benachbarten Seebadi. Es serviert Getränke, kleinere Speisen und verkauft Glace von regionalen Herstellern. Diese Zwischennutzung dauert bis Ende Juli.

«Es gab viele Anfragen von Leuten, die das Hotelgrundstück bis zum Umbaubeginn nutzen wollten», sagt Hoteldirektor Peter Durrer (49). «Die Kooperation mit der Seebadi ist eine gute ­Sache. Sie bringt auch zum Ausdruck, dass uns die Einheimischen wichtig sind – und auch nach der Wiedereröffnung im Fokus stehen werden.»

Mehr Zimmer und nur ein Restaurant

Bis es so weit ist, dauert es noch eineinhalb Jahre: Die Eröffnung des seit Oktober 2017 geschlossenen Hotels ist auf Ende 2019 terminiert. Bis dann dauert die Totalsanierung des Fünfsternehauses, für die der chinesische Besitzer Yunfeng Gao rund 100 Millionen Franken budgetiert hat. Ein schöner Teil dieser Summe entfällt auf die Erneuerung der Haustechnik.

Aus dem ursprünglich für den vergangenen Herbst vorgesehenen Baustart wurde nichts, weil Gao die Planer über die Bücher gehen liess mit dem Auftrag, mehr Gästezimmer zu ermöglichen. Statt der ursprünglich vorgesehenen 110 Zimmer werden nach heutigem Stand der Planung nach der Eröffnung 148 Zimmer zur Verfügung stehen. Das Raumkonzept sieht nebst den Einzelzimmern mehr als 20 Junior-Suiten mit 50 bis 60 Quadratmetern Fläche und nur noch eine grosse Royal-Suite vor. Im alten «Palace» waren es alles in allem 129 Gästezimmer.

Peter Durrer trat im März seinen Job als Hoteldirektor an. In die Planung eingebunden war er aber schon in den Monaten zuvor. «Im August beginnt die Beseitigung von Altlasten, es gibt noch einige mit Asbest belastete Stellen zu sanieren. Im September wird die Baustelle installiert», erklärt er. Am Montag hat Gaos Gesellschaft First Swiss Hotel Collection mit Itten-Brechbühl einen Vertrag für die Gesamtplanung abgeschlossen. Chefarchitekt bleibt der Luzerner Iwan Bühler.

Nebst dem Zimmerkonzept kam es in der zweiten Planungsphase zu weiteren Änderungen. So wird die Rezeption nicht in der Mitte des Hotels belassen, sondern zum neuen Haupteingang gegen das Casino hin verschoben. Durrer: «Am alten Platz war der Empfang nur durch einen längeren Gang zu erreichen. Das ist nicht optimal.» Durch die Verschiebung der Rezeption entfällt die Fläche für ein zweites Restaurant. «Wir planen daher nur ein Speiselokal, dem die Bar und die Terrasse angegliedert sind. Vorgesehen ist ein A-la-carte-Restaurant mit Schweizer Menus. Das geplante Restaurant mit asiatischer Küche fällt dem neuen Empfangsbereich zum Opfer», so Durrer. Das Angebot mit der Schweizer Kost richte sich nicht nur an die Hotelgäste, sondern auch an einheimische Gäste. Der Verzicht auf die asiatische Variante hat seine Ursache indes nicht nur im Platzmangel, sondern auch in ökonomischen Überlegungen. Die Gastronomie sei ein wirtschaftlich schwieriges Pflaster, sagt Durrer.

Gäste weichen auf «Montana» und «Schweizerhof» aus

Höhepunkt der Spätsommersaison war im «Palace» stets das Lucerne Festival. Ausländische Gäste und Schweizer Firmen buchten für diese Zeit an Konzerttagen reichlich Zimmer im Luxushotel. Nach Einschätzung von Hotel­szenekennern dürften sie für die kommenden zwei Konzertsaisons in erster Linie auf die Stadthotels Montana und Schweizerhof ausweichen. Fürchtet Durrer nicht, dass durch die Umbaupause dem «Palace» Stammgäste abhandenkommen? «Es wird unsere Aufgabe sein, sie zurückzugewinnen», sagt Durrer. Im Fokus des Hotelmanagements stehen fürs ganze Jahr die Gäste aus den USA und Asien, vor allem aus China. «Diese Regionen bilden unsere wichtigsten Auslandmärkte. Die Schweiz steht bei den Sparten Konferenzen, Bankette und Seminare im Vordergrund», sagt Durrer.

Bis zur Schliessung im zurückliegenden Herbst war die frühere «Palace»-Besitzerin Jungfrau-Victoria-Gruppe Betreiberin des Fünfsternehauses an der Vierwaldstättersee-Promenade. Neu übernimmt die First Hotel Swiss Collection für Gaos drei Schweizer Hotels Titlis Palace in Engelberg, Frutt Resort auf der Melchsee-Frutt und Palace Luzern diese Aufgabe. «Palace»-Direktor Durrer ist für die strategische Führung der drei Häuser verantwortlich.

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