Casinos

Umsätze der Schweizer Casinos brechen ein

Die Schweizer Spielbanken werden zu Opfern des schwachen Euros. Ihre Einnahmen sind in diesem Jahr deutlich zurückgegangen, wie eine Umfrage der Zeitung «Der Sonntag» bei den grössten Casinobetreibern zeigt.

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Eine Besucherin des Spielcasinos Luzern beobachtet das Geschehen am Roulettetisch.

Eine Besucherin des Spielcasinos Luzern beobachtet das Geschehen am Roulettetisch.

Keystone

«2011 werden wir ungefähr 9 Prozent weniger Spielertrag erzielen», sagt Michael Favrod, Geschäftsführer des Grand Casinos Basel. «Alle Grenzcasinos leiden massiv», sagt Favrod. «Es rentiert für die deutschen und französischen Gäste nicht mehr, in die Schweiz zu fahren.»

Noch deutlicher als in Basel ist der Einbruch bei der Casinos Austria Swiss AG, die an den Spielbanken von Bern, St. Moritz und Lugano beteiligt ist. Ihr Spielertrag sei um durchschnittlich 12 Prozent gesunken, sagt Sprecherin Saskia Röthlisberger. «Grund dafür ist insbesondere die hohe Abhängigkeit der Betriebe Lugano und St. Moritz vom italienischen Markt, der sich im Lauf dieses Jahres äusserst schwierig entwickelt hat.»

Andere kommen besser weg

Glimpflicher sind die anderen Casinos davongekommen. In Luzern rechnet Direktor Wolfgang Bliem mit einem Rückgang der Spielerträge «um einige wenige Prozent». Die Swiss Casinos AG, welche die drei Spielbanken von Pfäffikon SZ, St. Gallen und Schaffhausen betreibt, beziffert den Rückgang auf 1 Prozent, ebenso der Kursaal Bern und das Grand Casino Baden.

«In Anbetracht der Lage der Branche ist das als Erfolg zu werten», sagt dessen Direktor Detlef Brose. Denn im Durchschnitt seien die Einnahmen der 19 vom Bund zugelassenen Casinos um 6 bis 7 Prozent gesunken.