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UMTAUSCH: So werden Sie die Socken los

Weihnachten ist vorbei, und unterm Baum stapeln sich unliebsame Geschenke. Doch ein Recht auf Umtausch gibt es in der Schweiz nicht.
Nelly Keune
Die Wünsche der Schweizer stimmen oft nicht mit den gekauften Geschenken überein. (Bild: Getty)

Die Wünsche der Schweizer stimmen oft nicht mit den gekauften Geschenken überein. (Bild: Getty)

Die gefragtesten Geschenke in der Schweiz sind Geld, Bücher und Reisegutscheine. Die meisten gekauften Geschenke sind aber Bücher, Schokolade und Kosmetika. Da sind unbeliebte Geschenke vorprogrammiert. Doch, was machen mit den roten Socken und dem hässlichen Pullover? Einfach umtauschen, denken viele. Doch so einfach ist es oft nicht. Zwar sind die meisten Detailhändler kulant, Probleme gibt es aber immer wieder.

Gibt es ein Recht auf Umtausch?

Nein, sagt Sara Stalder von der Stiftung für Konsumentenschutz SKS. «Das Widerrufsrecht ist in der Schweiz nicht geregelt, und so sind die Konsumenten auf die Kulanz der Verkäufer angewiesen», erklärt Stalder. Kauft man im Internet ein, sollte man sich unbedingt über die Möglichkeiten zum Umtausch informieren. Doch meist sind diese Informationen auf der Website der Anbieter kaum zu finden. Stalder rät deshalb dazu, eine Mail an den Anbieter zu schreiben und das auch als Beweis aufzuheben. Der Konsumentenschutz hat mehrfach versucht, die Rückgabe im Gesetz zu verankern, bisher hat das Parlament einen Entscheid aber immer weiter verzögert.

Darf der Händler Gutscheine anbieten?

Ja, sagt Sara Stalder vom Schweizer Konsumentenschutz. Denn es gibt in der Schweiz ja kein Recht auf Umtausch. Somit kann der Verkäufer den Umtausch abwickeln, wie er will. Immer mehr Geschäfte geben nur noch Gutscheine statt Bares heraus oder eben ein Produkt in einer anderen Grösse oder Farbe. Oft ist noch dazu eine Umtauschfrist vorgeschrieben. Das muss der Kunde alles akzeptieren, wenn er das Präsent loswerden will. Auch hier gilt, so Stalder, vorsorgen ist wichtig. «Man kann den Händler beim Kauf schon auf eine mögliche Rückgabe ansprechen und die Rückgabemöglichkeit auf der Quittung vermerken.» Stalder betont aber auch, dass so gut wie alle Händler zu einem Ersatz bereit sind – auch wenn es nur ein Gutschein ist. Bargeld hingegen gäbe es in den Geschäften deutlich seltener.

Wo wird es schwierig?

Cremes, Parfüm, Nagellack, Lebensmittel oder Wein werden aus hygienischen Gründen meist abgelehnt. Selbst dann, wenn sie noch originalverpackt sind. Auch Reduziertes ist meist ausgenommen. Heikel wird es auch, so Stalder, bei Software, CDs sowie DVDs, die keine intakte Verpackung mehr haben. «Händler haben hier Angst, dass die Produkte kopiert und dann zurückgegeben werden», so Stalder.

Was mache ich, wenn ich einen Gutschein geschenkt bekommen habe und er abgelaufen ist?

Oft sind Gutscheine für Restaurants oder Wellnessanwendungen mit einem Verfalldatum von einem Jahr versehen. Laut Stalder gibt es keinen Urteilsspruch, der Klarheit schafft, ob die Gutscheine auch nach der Frist noch eingelöst werden können, aber das Schweizer Obligationenrecht hilft hier weiter. «Laut Obligationenrecht gilt bei kleinen Gütern eine Verjährungsfrist von fünf Jahren, bei grossen gelten zehn Jahre.»

Was tun, wenn kein Umtausch möglich ist?

Ist der Umtausch versperrt, kann ein Weiterverkauf bei Auktionshäusern wie ricardo.ch oder Ebay die Lösung sein. Im Internet kriegen selbst ungeliebte Präsente eine zweite Chance. Klappt es nicht auf den Schweizer Seiten, steht noch das Feilbieten im Ausland offen.

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