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Unia verlangt von OVS mehr Transparenz

Die Gewerkschaft kritisiert die Arbeitsbedingungen beim Modehändler. Angestellte lancieren eine Petition.
Blick in das OVS-Geschäft an der Sihlstrasse in Zürich. (Bild: Christian Beutler/Keystone, 7. März 2018)

Blick in das OVS-Geschäft an der Sihlstrasse in Zürich. (Bild: Christian Beutler/Keystone, 7. März 2018)

Die Gewerkschaft Unia verlangt von der Modekette OVS mehr Transparenz und Verhandlungen. Es müsse Klarheit über die Restrukturierung und über den Kurs der Läden des ehemaligen Modehändlers Charles Vögele hergestellt werden. Auch Personalanliegen seien zu klären. Die Unia stellte seit mehreren Monaten viele Probleme in den Schweizer Filialen des italienischen Modehauses fest, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte. Trotz Diskussionen hielten die Missstände an, etwa das Ansammeln von Überstunden.

Die Gewerkschaft wirft OVS zudem vor, die Verpflichtungen bei Massenentlassungen zu umgehen. Die Filialen würden eine nach der anderen geschlossen, so dass immer zu wenige Entlassungen erfolgten, um das bei Massenentlassungen vorgeschriebene Verfahren durchführen zu müssen. Dies führe dazu, dass die Restrukturierung undurchsichtig bleibe. Zudem gebe es keinen Sozialplan, kritisiert die Unia.

Petition für bessere Arbeitsbedingungen

In einer Petition fordern die Angestellten OVS auf, sich mit ihnen an den Verhandlungstisch zu setzen. Ziel ist es, den Druck vom Verkaufspersonal wegzunehmen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wie der «Blick» unter Berufung auf die «Tribune de Genève» berichtet, hat OVS bei den im Stundenlohn Angestellten den Rotstift angesetzt. «Sie dürfen höchstens noch 8½ Stunden pro Woche arbeiten. Davon kann niemand leben», sagt ein Unia-Gewerkschafter. Zudem hätten die Verkäuferinnen nicht einmal mehr das Recht, eine Wasserflasche hinter dem Verkaufstresen zu haben, schreibt der «Blick». Derzeit versucht OVS zudem, Vermieter von Ladenlokalen dazu zu bringen, die Mieten zu senken.

Eine OVS-Sprecher sagt zur Unia-Kritik auf Anfrage: «Die Unia ist nicht die Vertreterin der Mitarbeitenden der Sempione Fashion AG. Die Verantwortlichen von Sempione Fashion besprechen solche Themen immer direkt mit den Mitarbeitenden.» Sempione Fashion ist das Vehikel, in dem OVS die übernommenen Teile von Charles Vögele gebündelt hat.

Die italienische Modekette OVS hatte Ende 2016 den in Schräglage geratenen Modekonzern Charles Vögele mit rund 140 Filialen übernommen. Das Personal wurde seither bereits reduziert. 46 Stellen fielen im März weg. Im Mai 2017 traf es rund 160 Stellen in der Logistik und im Januar 2017 etwa 90 am Sitz in Pfäffikon SZ. (sda/mim)

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