Urschweiz
Diese Softwarefirmen aus Altdorf, Stans und Schindellegi expandieren

Crayon zieht um, SoftwareOne kauft zu und Trifork geht an die Börse.

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Das Team von Crayon Schweiz in Altdorf.

Das Team von Crayon Schweiz in Altdorf.

Bild: PD

(mim) Diese Woche haben gleich drei Unternehmen aus der Urschweizer Softwarebranche Expansionspläne kommuniziert. Die Crayon Schweiz AG gab bekannt, in den Ausbau des Standorts Altdorf zu investieren. Crayon Schweiz ist eine Tochterfirma des gleichnamigen Konzerns aus Norwegen. Das Unternehmen ist im Bereich Softwarelizenzhandel tätig – es handelt sich also um einen direkten Mitbewerber von SoftwareOne mit Sitz in Stans.

Crayon Schweiz wird nun per Anfang 2022 den Firmensitz vom Suworow-Haus ins entstehende Gebäude der Urner Kantonalbank beim Bahnhofplatz 1 in Altdorf verlegen. Mit über tausend Quadratmetern seien die neuen Räumlichkeiten mehr als dreifach so gross wie der bisherige Sitz, heisst es in einer Mitteilung. Man reagiere damit auf die stark steigende Nachfrage und die damit verbundenen Neueinstellungen. Das 2015 gegründete Unternehmen beschäftigt derzeit 42 Mitarbeiter und plant mittelfristig mit 100 Mitarbeitern, von denen die Mehrheit am Standort Altdorf tätig sein wird. «Altdorf und der Kanton Uri bieten uns ein ideales Umfeld. Auf der einen Seite sind die grossen Wirtschaftsräume wie Zürich schnell erreichbar, auf der anderen Seite bietet die Region eine hohe Lebens- und Freizeitqualität», lässt sich Crayon-CEO und -Gründer Rolf Stadler zitieren.

Schindler-Partner Vilea gehört neu Trifork

Auch der Crayon-Mitbewerber SoftwareOne expandiert. Das Stanser Unternehmen gab die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am texanischen Unternehmen SynchroNet bekannt. Dabei handelt es sich um einen Spezialisten für digitale Arbeitsplatzlösungen. Der Zukauf erweitere die Kompetenzen von SoftwareOne im schnell wachsenden Markt der cloudbasierten Serviceangebote für dezentrales Arbeiten, heisst es in einer Mitteilung.

Schliesslich ist diese Woche bekannt geworden, dass der dänisch-schweizerische Softwarehersteller Trifork an die Schweizer Börse kommt. Die Trifork-Gruppe zählt insgesamt über 800 Mitarbeitende und ist auf IT-Lösungen in den Kernbereichen Digital Health, Fintech und Smart Buildings fokussiert. Das Unternehmen mit Schweizer Sitz in Schindellegi plant eine Doppelkotierung an der Nasdaq in Kopenhagen und an der SIX in Zürich. In Schindellegi arbeiten laut Auskunft eines Sprechers rund 20 Personen inklusive dem CEO. Mit der ebenfalls diese Woche kommunizierten Akquisition des Zürcher Unternehmens Vilea kommen nochmals gut zehn Personen am Standort Zürich hinzu. Vilea entwickelt Web-Lösungen für Unternehmenskunden wie zum Beispiel dem Ebikoner Lifthersteller Schindler.